Neues Smarthome Projekt in Bestandshaus

Also meistens ergibt es keinen Sinn beides parallel zu betreiben. Du willst ja auch gleich die Vorteile von KNX. Es gibt bei KNX + (230V) grundsätzlich 2 Kabelführungen die man machen kann (zentral oder dezentral).

Bei der zentralen Kabelführung (die man deutlich häufiger sieht) gehen alle Verbraucher direkt in den Schaltschrank und werden dort von Aktoren geschaltet, gedimmt oder gemessen. Das bedeutet aber, dass zu dem Schaltschrank viele Kabel gehen müssen und wenn man nicht gerade die Decke abhängt wird es schwierig so viele Kabel zu verstecken (je nachdem wo der Schaltschrank ist).

Die dezentrale Kabelführung sagt aus, dass an die Verbraucher jeweils KNX und 230V gelegt werden und dort wo der Verbraucher ist ein UP Aktor eingesetzt wird. Der Vorteil hierbei ist, dass man in den Raum nur einmal mit Busleitung und einmal mit 230V rein muss. Das spart enorm Kabel. Jedoch werden deutlich mehr Aktoren benötigt und es wird somit teuerer.

Welche Variante man wählt ist komplett abhängig von der Ausgangssituation.

Die Sensoren und Taster werden in beiden Varianten ausschließlich mit dem Buskabel bedient. Dieses schlängelt sich von einem Sensor zum nächsten und geht am Ende in den nächsten Raum.

In beiden Fällen sollte im Hauptschaltschrank ein KNX Buskabel enden und platz für ein Netzteil (ausgelegt gemäß der Anzahl an KNX Teilnehmern) und ein KNX IP Router/Interface sein. Meist sind das zusammen 5 TE, besser du reservierst dir mindestens 12 TE für Systemkomponenten.

Nach Außen (sofern notwendig z.B.: Wetterstation, Außenbewegungsmelder, etc.) sollte man eine separate KNX Linie planen (beinhaltet ein Netzteil und einen Linienkoppler im Schaltschrank) um den Außenbereich abzusichern. Auch bei einer Einliegerwohnung kann das Sinn ergeben.

Das wichtigste beim KNX ist es am Anfang einen guten Plan zu machen und im besten Fall diesen jemandem zu zeigen der das schon ein paar mal gemacht hat.

Auch Schlitze in den Wänden sehen erstmal sehr viel schlimmer aus als sie sind, denn die wieder zu schließen ist meist gar nicht so viel Arbeit.

In unserem Fall war es eine Einliegerwohnung die ein eigenes Feld in einem großen Verteilerschrank hatte und so die Kabel relativ versteckt gezogen wurden. Hier haben wird den zentralen Ansatz verfolgt und die Lampen mit 24V DC gesteuert.

Garage, Keller und Außenbereich kamen danach und irgendwann wird auch der letze Raum auf der Etage mit KNX versorgt.