mein Home Assistant läuft virtualisiert auf proxmox.
Nun ist ja eine neue proxmox Version herausgekommen.
Hat sich von euch schon jemand getraut, das Update zu machen?
Falls ja, was ist dabei zu beachten?
Oder sollte ich als Linux Anfänger eher die Finger von lassen?
In Zusammenarbeit mit dem CoPiloten habe ich schon
„pve8to9 --full“ ausgeführt und begonnen, die Ergebnisse zu umschiffen.
Bevor ich jetzt allerdings den letzten Schritt vollziehe, hätte ich gerne euer Feedback
Main System ist nach dem Upgrade, warum auch immer, beim Booten nur noch im BIOS gelandet.
Ich habe dann mit einem USB-Stick und dem Proxmox 9 ISO-Image gebootet, dass System aber nicht neu installiert, sondern den Rescue-Modus gewält. Damit ist Proxmox wieder vollständig hochgefahren und ich konnte über die Web-Oberfläche auf Fehlersuche gehen. Ebenfalls mithilfe von KI hat sich dann herausgestellt, dass kein Bootmanager mehr da war. Den habe ich einfach nachinstalliert und konnte das System danach wieder ohne Bootstick neu starten.
Was versprichst du dir davon wenn du auf die v9 gehst, ist da was was du unbedingt brauchst für die Zukunft? Als Linux Anfänger würde ich das System so lassen wie es ist wenn alles passt. Den wenn was schief geht wirst du dir wahrscheinlich nicht zu helfen wissen.
Tja, man weiß nie was bei so einem Update passiert…
Von wegen „Linux-Anfänger“
Wenn du spaß daran hast, so lernt man…
Ich hangele mich auch mit Videos von YouTube und meinen eigenen Spickzetteln durch
Ich habe bei meinem Test-System das Update nach Anleitung, Schritt für Schritt durchgeführt und es lief alles ohne Probleme.
2 Tage später habe ich es dann gewagt und das Update auch bei meinem Haupt-System durchgeführt.
Da war dann auf einmal eine Zweite Festplatte nicht mehr vorhanden…
Auf der kleinen M.2 lief Proxmox, auf der großen waren die VM´s und LXC´s.
Nach kurz aufkommender Panik, habe ich es aber geschafft auch die große wieder ins System zu bekommen und konnte dann meine BackUp´s einspielen…
Sprich - BackUp´s sind wichtig. Und diese sollten extern gespeichert sein…
Ich glaube nicht wirklich an einen Zusammenhang, aber 1 Woche nach dem Update von Proxmox, hat mein Hauptsystem aufgegeben…
Wie ich abends nach hause kam, blieb das Licht aus…
Von meinem Fujitsu Q920 hat sich das Netzteil (ist Bestandteil der Hauptplatine) zerlegt. Sagt kein pips mehr…
Zum Glück hatte ich mein Test-System, auf dem ich dann alles zum laufen bekommen habe..
Inzwischen habe ich auf neuer Hardware Proxmox frisch installiert und Dank von BackUp´s alles wieder am laufen.
Das ist genau der Punkt. Wer „nur“ ein stabiles System haben will und in der neuen Version nichts Neues findet, was er für seine Anwendungen unbedingt braucht, sollte es bei der alten Version belassen. Für bookworm wird es sicherlich noch sehr lange Updates geben und wenn es stabil läuft, gibt es keinen Grund, da was zu ändern.
Wer aber gerne basteln will, offen für Neues ist und dazulernen möchte (Anfänger oder nicht) liest sich in das Thema rein, schaut sich Videos an und sucht zur Not Hilfe in Foren oder bei seiner KI. Mit Backups, Geduld und Spucke hat man am Ende - wie auch immer - wieder ein laufendes System, ist stolz auf sich und hat jede Menge dazu gelernt.
…ich habe heute das Update genau nach Anleitung Schritt für Schritt durchgeführt.
Musste noch einen Fehler mit boot beheben und den Microcode Intel nachinstallieren. Danach Update durchgeführt. Bis jetzt läuft alles wunderbar.
Backups von den VM und Containern ist natürlich Pflicht.
das Proxmox Upgrade von v8 auf v9 ist natürlich total einfach und funktioniert OOB! …und selbstverständlich muss man sich nur stur an die Anleitung halten und dann passt das schon.
Nee…eben nicht.
Mit diesem Upgrade holt man sich auch eine neue Version von qemu an Bord (vorher v9, nach Upgrade dann v10). Damit hat sich auch das Format der efidisk geändert. “Who cares?” könnte man sagen…allerdings verwendet das HA-Image für Proxmox eine efidisk.
Nun gibt es drei (mir bekannte) Situationen:
Die alte efidisk von HA wird nach dem Upgrade nicht mehr akzeptiert.
Man betreibt auf dem Hypervisor noch weitere VMs und reicht diese PCI Devices per Passthrough durch. (So hier geschehen) Ggf. verwendet man PCI Passthrough auch für die VM in der HA läuft….?
Die alte efidisk von HA wird nach dem Upgrade akzeptiert und die VM startet. Dann allerdings kann es sein, dass die efidisk beim nächsten Upgrade nicht mehr akzeptiert wird. …und man sucht sich einen Wolf.
Die Lösung nach dem Proxmox Upgrade:
VM shutdown fahren
/etc/pve/qemu-server/$VM-ID.conf als .sav sichern
In der Originaldatei die Zeile mit “efidisk0” beginnend, löschen
Eine neue efidisk erzeugen (die entspricht dann natürlich der aktuellen qemu Version)
Alte efidsik im Filesystem löschen
Neue efidisk in Namen der alten efidisk umbenennen
Unter 2. gesicherte .sav Datei wieder in $VM-ID.conf umbenennen
VM starten
Evtl. wieder den Secure Boot im virtuellen BIOS der VM deaktivieren
fäddisch!
Warum habe ich hier keine konkreten CLI Befehle angegeben? Weil zumindest das Löschen und Umbenennen der efidisks vom verwendeten Filesystem des Hypervisors abhängen.
Das war nun der Schnelldurchlauf. Weiteres gerne auf konkrete Anfrage.
Man kann auch von ganzen Computern ein Backup machen. Dafür gibt es opensource Tools. Ich habe mich aber zugegebenermaßen da noch nicht reingearbeitet.
Die Docker auch verwenden, habe Docker in Proxmox laufen, da braucht man wegen dem nicht hochziehen!
Das größere Problem ist, dass meinst User das machen die dann nicht weiter wissen wenn es dann Probleme ging!
Das habe ich auch nicht, würde es auch nicht verwenden, meine Docker laufen alle separiert in LXCs.
Aber dennoch bin ich auf die 9er hochgegangen, weil z.B. die 9er Version mit “Trixi” läuft, persönlich möchte ich schon den neusten “unterbau” für Proxmox nutzen, aber das kann jeder sehen wie er es will
Edit: für alle die gerne wissen wollen was Proxmox 9 anders macht wie Proxmox 8:
Wichtige Änderungen & Neuerungen
Basis & System:
Umstieg auf Debian 13 „Trixie“ als Basis-Distribution.
Neuerer Linux-Kernel (z.B. 6.17 in 9.1) für bessere Hardware-Unterstützung.
Container (LXC):
OCI-Image-Support: Erstellung von Containern aus OCI-Images (z.B. Docker-Images).
Geräte-Hinzufügen/Entfernen im laufenden Betrieb.
Virtualisierung (QEMU):
Verbesserte Nested Virtualization mit gezielter Weitergabe von Virtualisierungs-Erweiterungen.
vTPM-Zustand wird nun in qcow2-Dateien gespeichert.
Netzwerk (SDN):
Detailliertere Darstellung der SDN-Komponenten (Bridges, VNets, IP/MAC-Adressen) in der GUI („Fabrics“).
Hochverfügbarkeit (HA):
Erweiterte Affinitätsregeln zur präzisen Steuerung der Platzierung von VMs und Ressourcen im Cluster.
Management & UI:
Überarbeitete, mobilfreundliche Web-Oberfläche mit neuem Yew-Framework für schnellen Zugriff.