Den Regensensor RS12 habe ich bereits an anderer Stelle schon mal vorgestellt.
Nun ist auch die Zigbee-Version fertiggestellt und in Home Assistant eingebunden.
Der Sensor benötigt lediglich eine Zuleitung von einem 12-V-DC-Steckernetzteil. Die Regenmeldung wird anschließend drahtlos per Zigbee an Home Assistant übertragen.
Die dafür benötigten Komponenten finden vollständig im Gehäuse des RS12 Platz.
Verbindung zum Aqara-Fenstersensor
Die Verbindung zwischen dem RS12 und dem Aqara-Fenstersensor erfolgt über ein Relais, da der RS12 mit 12 V arbeitet, während der Aqara-Kontakt mit etwa 3 V betrieben wird.
Dazu wird der Relaiskontakt direkt am Reed-Kontakt des Aqara-Sensors angeschlossen. Das Relais ĂĽbernimmt damit praktisch die Funktion des Magneten: Sobald der RS12 Regen erkennt, wird der Kontakt entsprechend geschaltet und der Aqara-Sensor ĂĽbermittelt den Status per Zigbee an Home Assistant.
Den Spulenanschluss des Relais habe ich zusätzlich mit einer Freilaufdiode beschaltet. Sie unterdrückt die beim Abschalten der Relaisspule entstehende Selbstinduktionsspannung und schützt damit die Elektronik des RS12.
Ob die Diode in diesem Fall tatsächlich erforderlich gewesen wäre, weiß ich nicht. Auf der Platine konnte ich jedenfalls keine entsprechende Löschdiode erkennen, und auch die Anleitung enthält dazu keine Information. Sicher ist sicher. ![]()
Erster Funktionstest
Zum Testen habe ich zwei größere Wassertropfen auf die Sensorfläche gegeben.
Die Tropfen wurden wunschgemäß in Home Assistant erkannt.
Durch die Benetzung der Sensorfläche schaltete sich gleichzeitig die integrierte Heizung ein. Nach etwa 15 Minuten waren die beiden Tropfen vollständig verdunstet und auch Home Assistant meldete wieder den Status „trocken“.
Ohne Heizung hätte das – abhängig von Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung – vermutlich deutlich länger gedauert.
Im Bild bedeutet gelb = trocken.
Nach dem Abtrocknen wird die Heizung automatisch wieder abgeschaltet. Damit ist der Sensor bereits wenige Minuten nach dem Ende des Niederschlags wieder trocken und bereit, den nächsten Regen zu erkennen.
Das sehe ich als einen wesentlichen Vorteil gegenüber einfachen Regensensoren ohne Heizung: Die Sensorfläche trocknet aktiv ab und ist dadurch schneller wieder für eine neue Erkennung bereit.
Montage
Zum Lieferumfang des RS12 gehört auch ein 45°-Montagewinkel. Dadurch kann das Wasser nach der Erkennung besser von der Sensorfläche ablaufen. Es bleibt im Idealfall nur eine geringe Restmenge zurück, die anschließend von der Heizung verdunstet wird.
Stromversorgung des Aqara-Sensors
Der Aqara-Sensor wird momentan weiterhin ganz normal mit seiner Knopfzelle betrieben.
Aus meiner bisherigen Erfahrung halten die Batterien – abhängig davon, wie häufig geschaltet wird – erstaunlich lange. Ich rechne derzeit mit ungefähr einem Jahr.
Sollte sich in der Praxis herausstellen, dass der Batterieverbrauch durch die häufigeren Schaltvorgänge unerwartet hoch ist, werde ich vermutlich die vorhandenen 12 V DC des Netzteils über einen 3-V-Spannungsregler für die Versorgung des Aqara-Sensors nutzen. Damit wäre dann auch der Batteriewechsel erledigt.
Was daraus noch wird
Die eigentlichen Automationen und Benachrichtigungen werde ich noch in Node-RED einrichten. Ein endgĂĽltiges Konzept habe ich dafĂĽr allerdings noch nicht.
Sinnvolle Anwendungen sehe ich beispielsweise bei:
- Fenstern, insbesondere Dachfenstern
- Balkon- und TerrassentĂĽren
- Gartenmöbeln
- Markisen
- eventuell auch bei anderen Dingen, die besser nicht nass werden sollten
Und wenn die Wäschespinne im Garten gerade voll mit Wäsche hängt, wäre eine Regenmeldung natürlich auch nicht ganz verkehrt.
Vielleicht brauche ich dafür dann allerdings noch einen Wäscheleinen-besetzt-Sensor. ![]()






