Home Assistant auf NVMe-SSD im NAS – Warum ich keine HDD mehr nutze

Ich habe Home Assistant lange Zeit ganz klassisch auf einer HDD im NAS laufen lassen.
„Läuft doch“, dachte ich. Bis ich es auf eine NVMe-SSD umgezogen habe.

Und plötzlich war da dieser Moment, wo man merkt:
Warum habe ich das nicht früher gemacht?

In diesem Beitrag (und im Video darunter) zeige ich dir, warum eine NVMe-SSD für Home Assistant im NAS per VM einfach die deutlich bessere Wahl ist.


Das eigentliche Problem mit HDDs

Mechanische Festplatten sind für Datengräber gebaut.
Backups. Medien. Archiv.

Aber Home Assistant?

  • Viele kleine Schreibzugriffe

  • Datenbank-Aktivität

  • Add-ons

  • Log-Dateien

  • State-Changes im Sekundentakt

Das ist kein HDD-Workload.

Im Alltag äußert sich das durch:

  • Verzögerungen im Dashboard

  • Träge Automationen

  • Spürbar langsame Neustarts

  • Datenbank-Warnungen

Es ist kein Totalausfall aber es fühlt sich einfach nicht mehr zeitgemäß an.


Warum NVMe-SSD im NAS so viel ausmacht

Ich betreibe Home Assistant als VM direkt im NAS.
Und genau da spielt NVMe ihre Stärken aus:

  • Extrem niedrige Latenz

  • Hohe IOPS

  • Sehr schnelle Random-Zugriffe

  • Sofortige Reaktionszeit

Was sich konkret verbessert hat:

  • Schnellere UI

  • Deutlich kürzere Neustarts

  • Flüssigeres Arbeiten in Einstellungen

  • Keine Wartezeit bei Add-on-Installationen

Und ja man merkt das sofort.

Nicht nur messbar.
Spürbar.


Aber ist NVMe nicht „nur ein Protokoll“?

Technisch korrekt: Ja.

Praktisch bedeutet es hier:
Eine NVMe-SSD über PCIe statt einer SATA-SSD oder HDD.

Der Unterschied zur HDD ist riesig.
Der Unterschied zu SATA-SSD ist kleiner aber messbar.

Für eine produktive Home-Assistant-Instanz im NAS würde ich heute immer SSD empfehlen.
Und wenn der Slot da ist: NVMe.


Lohnt sich das Upgrade wirklich?

Wenn Home Assistant dein Smart-Home-Herz ist:
Ja.

Wenn es nur ein Testsystem ist:
Vielleicht nicht zwingend.

Aber sobald:

  • Viele Integrationen laufen

  • Zigbee/MQTT/Node-RED aktiv sind

  • Datenbank wächst

  • Backups regelmäßig erstellt werden

macht eine SSD einfach Sinn.


Mein Setup im Video

Im Video zeige ich dir:

  • Mein NAS mit NVMe-SSD

  • Die VM-Konfiguration

  • Warum HDD hier nicht optimal ist

  • Und was sich im Alltag wirklich ändert

Keine Theorie.
Keine Benchmark-Show.
Sondern echte Praxis.


Fazit

HDD ist nicht „falsch“.
Aber für Home Assistant im NAS ist sie einfach nicht mehr die beste Wahl.

Seit dem Umstieg auf NVMe-SSD fühlt sich mein System genau so an, wie es soll:
Schnell. Direkt. Unauffällig.

Und genau das will ich von meinem Smart Home.


:movie_camera: Das komplette Setup und meine Erfahrungen siehst du hier im Video:

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Absolut passender Vergleich!
Man unterschätzt oft, wie viele kleine Schreib- und Lesezugriffe Home Assistant im Hintergrund bewältigt.
Der Wechsel von HDD auf SSD (oder direkt NVMe) ist wahrscheinlich das Hardware-Upgrade mit dem größten ‚Aha-Effekt‘ für die Performance.
Wer einmal die Reaktionszeit einer Instanz auf einer NVMe erlebt hat, will garantiert nicht mehr zurück zum ‚Datengrab‘.
Danke für die anschauliche Gegenüberstellung!

Bei mir werkelt ebenfalls eine NVMe in einem ziemlich flotten Beelink Mini-PC.
Mit einem AMD Ryzen 7 5850U (8C/16T, bis zu 4.4GHz), 32 GB DDR4 RAM und einer 1 TB NVMe ist das System eigentlich viel zu leistungsfähig für eine reine Bare-Metal-Installation von Home Assistant – aber ‚Porsche fahren‘ macht einfach Spaß! :rocket:

Dabei bleibt das System erstaunlich effizient: Mein Beelink zieht gerade mal ca. 8-9W aus der Steckdose. :slightly_smiling_face:
Für die Sicherheit ist auch gesorgt: Backups landen direkt in der Cloud und auf meinem OMV-Raspi (mit 1 TB SSD), der sich zusätzlich bescheidene 6-8W gönnt.

Obwohl ich schon öfter mit einem ‚echten‘ NAS geliebäugelt habe, gibt es aktuell keinen Zugzwang – es läuft einfach alles perfekt!

Naja ähnlich halte ich es mit HA als VM unter Proxmox, die läuft auch in einer Nvme, naja eigentlich alle, HDDs werden nur als Datengrab verwendet.
Unter Unraid, habe ich 2 x 2TB Nvmes als Cache, mit einem 10Gb Netzwerk macht das richtig Spaß :slight_smile:

Wie haben wir das bloß früher gemacht!? :woman_shrugging: :laughing:

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Ich hab den HA Yellow.
Mit ein Kaufgrund war der M.2 NVMe Steckplatz. Bestückt mit einer 1TB SSD mit Power Loss Protection (PLP).

Man munkelt, früher haben sich die Menschen auf Pferden fortbewegt :wink:

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Ich verstehe die Diskussion nicht! Wenn meine Platte hakt, wird sie im Garten abgekärchert und läuft dann wieder.

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