Home Assistant sagt „Nicht verfügbar“? In 90% der Fälle ist’s nicht der Router

kennst du das? Du willst das Licht anmachen – Home Assistant: „nicht verfügbar“. Oder dein Sensor schickt gefühlt nur alle 3 Stunden mal Daten.
Ich hab die letzten Monate so viel WLAN-Frust gehabt (inkl. Familien-Genervtheit ), dass ich mich einmal richtig reingekniet hab. Spoiler: Oft ist es nicht „der Router ist zu schlecht“, sondern eine Handvoll Settings, die standardmäßig einfach nicht für 50–150 IoT-Geräte gedacht sind.

Zweiter Spoiler: Am Ende hab ich dank euch und UniFi Cloud Gateway Fiber – Meine Migration Von Der FRITZ!Box - #12 von DirtyBird und dem Kommentar dort doch mein Fritz!Box rausgeworfen und auf Unify umgestellt. Aber es muss nicht immer sein.

Meine Tipps, die in der Macherwerkstatt bei einige geholfen haben:

1) 2,4 GHz und 5 GHz trennen (SSIDs splitten)
IoT (ESP, viele Sensoren) gehört fast immer auf 2,4 GHz. Wenn 2,4/5 zusammen in einer SSID hängen, fangen manche Geräte an zu „zicken“. Das war am Anfang sogar bei meinem Unify Setup so. Geholfen hat ein separates IOT SSID Netz mit 2,4GHz nur.

2) Kanal-Check statt Router-Kauf
Manchmal ballert der Nachbar Kanal 6 zu – dann ist dein WLAN „schlecht“, obwohl dein Router ok ist. Ich zeige, wie du Kanäle sinnvoll setzt (klassisch 1/6/11).

3) Zigbee/Thread funkt dir ins WLAN (wenn du’s falsch machst)
Zigbee hängt im gleichen 2,4 GHz-Band. Wenn Zigbee + WLAN sich überlappen, hast du „Party im Funk“ und keiner versteht noch irgendwen. Lösung: Zigbee-Kanal bewusst wählen (z.B. Richtung 25, je nach Setup).

4) Der unterschätzte Killer: einzelne Geräte, die alles lahmlegen
Ein Netzwerkprofi (Jan) erzählt im Video u.a. von einem Fall, wo ein Babyphone durch falsche Kanalbreite im 2,4 GHz-Netz gefühlt das ganze Haus gegrillt hat. War mir vorher auch neu.

5) ESPHome stabil machen: statische IP + Power Save aus
Das ist bei vielen in meiner Macher-Runde DER Gamechanger gewesen:

  • im Router: Gerät → IPv4 dauerhaft zuweisen

  • in ESPHome: manual_ip setzen

  • power_save_mode: none (wenn dauerhaft am Strom)

  • optional: fast_connect: true (wenn der Sensor immer am gleichen Ort ist)

6) “Cloud-Krempel” isolieren
Wenn Geräte zwangsläufig ins Internet funken müssen (Kameras & Co.), dann wenigstens separieren (bei Fritzbox z.B. per Gastnetz als „Low Budget VLAN“).

7) Wenn’s wirklich groß wird: Kabel + Access Points an die Decke
Ich zeige auch meinen Schritt weg vom Fritzbox/Repeater-Wildwuchs hin zu einem Setup mit PoE-APs (Unifi als Beispiel) – und warum „Fritz + Unifi mischen“ oft mehr Chaos als Nutzen bringt.

Danke an @JanPoertner für deine Tipps und Inhalte im Video.

  1. Was war bei euch DER Fix, nachdem „nicht verfügbar“ plötzlich weg war?
  2. Nutzt ihr statische IPs bei ESPHome und co konsequent – oder nur bei kritischen Geräten?
  3. Was sind eure Tipps die unbedingt geholfen haben?

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Wow Alkly, das ist ne Menge Text, aber auch ein grosses Thema.
In meinem Funk-Chaos war der Gamechanger, die Wahl der Kanäle.
Vorher stand in der Ftitz!Box alles auf Autokanal.
Da haben die Box und 5 weitere, LAN-und Mesh- vernetzte Fritz-Repeater im Haus, einen Affentanz auf allen Frequenzen veranstaltet.
Dem war das funkleistugsschwache Zigbee-Mesh klar unterlegen.
Aktuell sieht mein Setup so aus:
WLAN 2,4 GHz fest auf Kanal 1
WLAN 5 GHz auf Autokanal
WLAN 6 GHz ausgeschaltet.
Zigbee auf Kanal 25.
Unseren Mieter konnte ich davon überzeugen, für 2,4GHz den Kanal 6 zu wählen.
Was sich ausserdem noch als vorteilhaft erwiesen hat, war die Verteilung von „echten“ Zigbee- Routern mit „echten“ Antennen. 3 x SLZB-06 und 4 x Sonoff Stick als Router geflasht. Ein Stick ist nur für die Einliegerwohnung. Dazu kommen noch 20 Zigbee SmartPlugs zur weiteren Unterstützung.
Zurzeit habe ich excellente Zigbee-Abdeckung vom Dachfenster bis zum Garagentor. Das war und ist für 21 Zigbee-Rauchwarnmelder unabdingbar.
Auch WLAN ist flächendeckend, incl. Outdoor störungsfrei.

Habe versucht alle Tipps hier rein zu schreiben :slight_smile:

Sehr spannend! Freut mich, dass es bei dir wirklich auch geholfen hat mit den Kanälen.

Also das heißt, dein Fritz!Box Netz ist nach wie vor, nach dem Ändern, eine gute Lösung?

Und ja das mit den echten Antennen ist spannend. Bei mir läuft noch der Sky Connect produktiv, der alte. Bis jetzt auch sehr gut, aber der Nachfolger und ein SLZB liegen schon hier bereit.

Feste Kanäle vergeben hilft schon enorm weiter.

Eine feste Struktur mit festen IP Adressen auch
(Schon für die eigene Übersicht)

Und mal Überlegen ob man jeden Schei* mitmachen muss,
nur weil viele andere es auch mitmachen weil es gerade Trend ist…

Sich Überlegen welches System man nutzen will für sein Smarthome und
was man Unterlassen sollte um es nicht unnötig zu stören.

Meist sind es die Selbstbauten z.b. (ESP mit Temperatur Sensor)
der alle 2 Sekunden Unnützerweise die Werte sendet.

Und das Wlan so hoch es geht und mittig in der Wohnung zu positionieren.
(wenn man auf Repeater verzichten will / kann)

Bei mir ist die FB an der Wand im Flur direkt unter der Decke.
(@Alkly - Ich weiß du kennst niemanden der sowas so macht)

Aber deshalb kennst du viele die Probleme mit dem Wlan haben… :wink:

Mir persönlich ist es egal ob sich jemand wundert
das bei mir der Router fast unter der Decke hängt.

Ich muss ja nicht mehr dran und könnte ihn auch abdecken und
es gibt Repeater die ABSICHTLICH :wink: unter die Decke gebaut werden…

Und wenn man schon Repeater nutzen muss,
weil die Bude zu groß ist oder
Wände und Decken das Wlan blockieren,
dann sollte man diese (wenn möglich)
per LAN an den Router anschließen.

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Ja, bin sehr zufrieden damit. Vor allem seit unser Haus vor ein paar Monaten einen Glasfaser-Anschluss bekommen hat. Damit kam auch eine FRITZ!Box 5690 Pro ins Haus.

Die alte Fritz!Box, ich weiß den Typ nicht mehr, hatte scheinbar Schwierigkeiten mit der Vielzahl der zurzeit 138 aktiven Teilnehmer.

:smiley: jetzt kenn ich dich @DukeNukem Das freut mich, dass es meist ja wirklich nicht an der Hardware liegt sondern eher an der Postion.

Leider war bei uns das mit Kabel nicht möglich. Hausflur z.b. ohne irgendwo schlitze zu klopfen keine Chance ein Kabel da hinzulegen. Die Fritz / Glasfaser kam am anderen Ende des Wohnzimmers an.

Obwohl ich die Funktion, ein eigenes reines Ghz Netz nur für IOT zu machen echt gut finde.

Das Hauptnetz ist dann ein Mix aus 2,4 5 und 6 Ghz.

Also freut mich, dass es hier auch einige zufriedene Fritz Nutzer gibt!

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Auch wenn ich, quasi kurz vor dem Hype, auf Unifi umgestiegen bin, die Fritzboxen sind an sich nicht schlecht und in Sachen universeller Verwendung Unifi überlegen. Aber sie können halt nicht so tiefgehend Konfiguriert werden. Aber sie können Wireguard, man kann ne Festplatte anschließen und sind Telefonanlage. Auch wenn viele Leute darauf schimpfen, mein Powerlan hat funktioniert. Die Adapter ließen sich aber auch mit LAN Kabel als AP benutzen. AVM hat viele gute Installationsvideos produziert, da ist alles Erläutert. Außerdem ist es eine europäische Firma, die weder Chinacloud, noch die auch nicht besser oder schlechtere Amicloud verwendet. Den Hype und die Preisentwicklung um die 5690 Pro habe ich allerdings null verstanden. Ja, funktioniert, aber den großen Wurf habe ich nicht erkannt. Meine konnte ich deswegen aber nach einem Monat Gebrauch, ohne große finanzielle Verluste, veräußern.

Was ich damit sagen möchte, mit einer Fritte braucht sich niemand schämen, die Dinger sind super! Die Möglichkeiten meines Unifi Systems, nutze ich nicht mal im Ansatz voll aus. Was ich davon nutze, geht nicht viel tiefer als die Möglichkeiten die man mit einer Fritte hat. Auch wenn ich mir vorgenommen habe das zu ändern. Aber hey, das Wetter war heute geil, da hocke ich nicht vor dem Rechner. :face_savoring_food:

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