Ich wollte einen digitalen Bilderrahmen, aber ohne Hersteller-App, Cloud und Abo. Unsere Familienfotos liegen ohnehin auf dem Heimserver – also lag die Idee nahe, daraus direkt eine lokale Slideshow zu bauen und zusätzlich noch ein paar Home-Assistant-Werte einzublenden.
Das Ergebnis zeige ich hier im Video!
Als Hardware nutze ich ein 13,3-Zoll-ePaper-Display mit ESP32-S3. Die Bilder werden auf meinem Unraid-Server vorbereitet, auf das Displayformat angepasst und anschließend lokal per WLAN an den Bilderrahmen übertragen. Zusätzlich holt sich das Gerät einige Werte aus Home Assistant.
Spannend fand ich vor allem, wie das Projekt entstanden ist. Ich hatte vorher weder groß mit ESP32 noch mit ESPHome gearbeitet und habe trotzdem den Großteil der Software gemeinsam mit ChatGPT entwickelt. Anforderungen formulieren, Architektur erklären lassen, Fehlerlogs zurückgeben, neue Version testen – so ist das Gerät Schritt für Schritt entstanden.
Ganz ohne Grenzen ging das natürlich nicht. An einer Stelle hat sich die KI bei der Fehlersuche ziemlich verrannt und die entscheidende Lösung kam am Ende aus einer Beispielkonfiguration des Herstellers. Genau das war für mich eines der wichtigsten Learnings: KI kann einem enorm viele technische Fähigkeiten zugänglich machen, aber gute Dokumentation und funktionierende Referenzen bleiben extrem wichtig.
Für mich war das auf jeden Fall ein ziemlicher Aha-Moment, wie niedrig die Hürde inzwischen geworden ist, eigene Smart-Home-Ideen auf offener Hardware umzusetzen.
Mich würde interessieren: Nutzt ihr KI inzwischen selbst für Home-Assistant-, ESPHome- oder andere DIY-Projekte?