Hilfe bei der Auswahl des richtigen Smart Home Systems

Hallo,
ich möchte mit dem Thema smart home richtig durchstarten.

Wir haben eine DHH mit 3 Etagen + Keller und möchten unser dummes Haus smart machen.
Als Software ist Home Assistant ausjedenfall schonmal gesetzt.

Dazu möchte ich ein gutes smart home haben was aufjedenfall zuverlässig funktioniert und das auch bei Ausfall vom WLAN, Internet oder Zentrale (zumindest soll es Old School im Notfall weitergehen, das man nicht im dunkeln oder kalten Haus sitzt bis Ersatz da ist)

Ich möchte vieles abdecken und habe an die folgenden Bereiche gedacht.

  • Rolladensteuerung
  • Lichtsteuerung (Dimmen auch in Wechsel und Kreuzschaltungen)
  • Fenstersensoren mit Fenstergriffstellung (soll nicht Fenster zu anzeigen wenn es nur angelehnt ist sondern griff oder schlosszylinder kontrollieren)
  • Heizungssteuerung FBH und im Keller Heizkörper
  • eventuell paar Steckdosen oder andere kleinigkeiten woran man erstmal nicht denkt

Ich möchte am liebsten so wenig wie möglich Funksysteme mixen also nicht eins auf Zigbee, eins auf Z-Wave dann Wlan usw.
Möchte möglichst viel auf einem Funk haben (1. damit ich so wenig wie möglich bridges brauche, möchte keine Parade Bridges haben und 2. sich viele Funkstandard nicht untereinander stören)

Ich hätte gerne einen Hauptfunkstandard und dann alles was damit nicht geht per WLAN oder maximal zb zigbee dazu für Lampen und Rest per WLAN
Dazu hätte ich auch alle Sichtbaren Geräte (nicht unterputzt zb Raumthermosthate Fenstersensoren usw) von einem Hersteller damit die Optik nicht zu stark zusammen gewürfelt ist und den WAF faktor erfüllt

Welches System würdet ihr empfehlen?

ich habe mich auch schon eingelesen und bin da auf Homatic IP gestoßen die haben quasi alles im Programm aber sind ein geschlossenes System (gut mit Homeassistant auch mit anderen kompatibel)
Ist Homatic IP zuverlässig und ein gutes System oder würdet ihr mir was anderes empfehlen?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen und hoffe auf eure Empfehlung ich möchte das Smart home vorher gut planen damit man nicht hinterher denkt hätte ich es mal anders gemacht bzw mich vorher besser informiert
da summiert sich ja auch schnell eine größere Summe zusammen

Ich würde dir Zigbee emfephlen! MIt einem Zigbee USB-Dongle (oder Ethernet gibts auch) kannst du dir alle Herstellerbridges sparen und die Geräte mit ZHA oder Zigbee2Mqtt verbinden. Zigbee hat den Vorteil, dass es automatisch ein Mesh-Netzwerk aufbaut. Die Geräte sind größtenteils günstig und Stromerffizient und reagieren super schnell.

Aber mal allgemein: Wenn du möchtest, dass es noch old-school alles funktioniert, achte einfach darauf, dass du Sachen mit analoger Steuerungsmöglichkeitkeit kaufst. Zum Beispiel Relais hinter die Rolladenschalter/ Lichtschalter baust - dann kann man es immer noch über die Schalter steuern. Smarte Plugs, etc gibts ja z.bB. auch mit Schaltern dran.

Ich weiß nicht, ob es unbedingt einheitlich haben würde. Aber das ist Geschmackssache. Home Assistant ist ja da, um alle möglichen Hersteller und Geräte auf einer Plattform steuern zu können. Das ist ja gerade der riesen Vortei von HA :slight_smile:

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@MarzyHA Ja aber der WAF Faktor muss auch erfüllt werden da soll nicht alles anders aussehen, man hat ja auch ein Schalterprogramm und nicht unterschiedliche Rolladen von Gira, Lichtschalter Busch usw.

Muss man bei Zigbee nicht ganz genau aufpassen ob es kompatibel ist?
ich meine Bosch ist mit anderen Zigbee nicht kompatibel wegen der verschlüsselung nur über die Bridge kompatibel

Hat Zigbee denn was für FBH und Fenstergriffsensoren?
Kenne nur die hässlichen standard fenstersensoren die man da dran klebt wie ein Tumor :smiley:

Ja, muss man. Wenn du Zigbee2Mqtt einsetzt, kann man das auf der offiziellen Seite nachschauen, welche Geräte untersützt werden. Bei ZHA geht das nicht so gut, da werden aber die meisten Geräte, die normale Zigbee-Standards einhalten, kompatibel sein. Da solltest du dich dann ggf. ncoh einbisschen weiter mit beschäftigen.

Ich meine, die Sachen mit Bosch funktionieren auch mit einem eigenen Zigbee-Dongle, über ZHA oder Z2M.

Keine Ahnung. Zigbee ist ja kein Herstellersystem, sondern ein offenes Funkprotokoll. Da muss man halt schauen, ob man was passendes findet.

Okay, kann sein. Kann ich zwar nicht wirklich nachvollziehen, da man die meisten smarten Geräte ja garnicht unbedingt sieht (Stichwort Unterputz-Aktoren), aber wenn deine Frau da großen Wert drauf legt, dann ist das wohl so.

Ich hatte das gleiche Problem vor 5 Jahren (= dummes altes Haus gekauft) und ich habe den Fehler gemacht mir NICHT vorher zu überlegen was ich alles will.

Jetzt stehe ich da mit knapp 200 verschiedenen Geräten die über 5 Funkstandards angebunden sind.
Ehrlich gesagt läuft das Ganze erfreulich stressfrei, nur die ca 50 Zigbee-Komponenten machen regelmäßig Zicken.
Genug, dass ich langsam aber sicher alles was Zigbee ist rauswerfe.

Z-Wave ist völlig problemlos.
Bis auf den gelegentlichen Batterietausch gibts da keine Notwendigkeit einzugreifen.

EnOcean hab ich an Bord, weil meine Rolladensteuerung das versteht.
Außerdem hab ich ein paar batterielose schlaue Fenstergriffe von Hoppe die EnOcean können.
Leider scheint EnOcean auszusterben. Jedenfalls sind sowohl meine Rolladenantriebe als auch die Fenstergriffe aus dem Programm verschwunden.

DECT ULE hab ich nur noch weil ich zu faul war die Fritze abzuschaffen.
Derzeit habe ich da noch ein halbes Dutzend Heizkörperthermostate dran, der Rest ist umgestellt auf Z-Wave.

Am WLAN hängen nur ein paar ausgewählte Komponenten, aber da will ich nicht expandieren.
In der Nachbarschaft hat jeder und sein Hund ein oder zwei WLANs und ich muss mich wundern das da überhaupt was geht.
Das 2.4-GHz-Band ist eh schon überlaufen (WLAN, Zigbee, Bluetooth) …

Meine ersten Experimente gingen los mit einem Raspi4, aber der wurde schnell zu klein.
Mittlerweile werkelt da ein ODroid N2+, sein Zwillingsbruder liegt für den Knallfall in der Schublade.
Wichtig: auf KEINEN FALL auf SD-Karten verlassen. Die sterben schnell und spektakulär. Die eMMC-Karte war eine gute Investition.

Rückblickend würde ich Einiges anders machen.

Zunächst läge mein Fokus darauf möglichst viel mit Z-Wave zu machen.
Die Dinger sind wie gesagt völlig problemlos.
Außerdem operieren die im Sub-GHz-Bereich, das bedeutet weniger Konkurrenz, bessere Reichweite und Durchdringung.

Richtig erkannt: Smart Home ist nur dann Smart wenn die Basics auch noch funktionieren wenn der Server mal ausfällt.
Und eine Automatik die man nicht abschalten kann taugt nichts.
Ich denke da an einen Kumpel, der sich im Garten auf der Liege gesonnt hat bis die Automatik alle Rolläden geschlossen und ihn so ausgesperrt hat.

Was die Optik angeht:

Fenstersensoren sind keine Schönheiten, das ist wahr.
Schlaue Fenstergriffen sind aber unverschämt teuer.
Dafür bin ich zu geizig. Außerdem dauert es nicht lang und die Sensoren fallen gar nicht mehr auf.
Tipp: achte auf Sensoren die mit AA/AAA-Batterien bestückt werden können. Die sind ne ganze Ecke billiger und umweltfreundlicher als Knopfzellen, und man kann stellenweise sogar Akkus verwenden.

Bei Lichtschaltern habe ich mich für Technisat’s Z-Wave Unterputz-Einsätze entschieden. Die gibts kompatibel zu den 55-mm-Schalterprogrammen von Gira, Merten und Busch-Jäger, d.h. die verwenden die Original-Einbaurahmen und Schalterwippen.
Die Ausführung ist zwar nicht der Hit (Montageplatte aus Kunststoff, keine Klemmbefestigung) und die Software auch nicht, aber sie erfüllen ihren Zweck klaglos.

Logic Group’s Matrix 55 EU (auch Z-Wave, heißt jetzt glaube ich anders) ist ein 4-fach-Taster mit individuell RGB-beleuchtbaren Tasten und passt ebenfalls perfekt zu Gira 55.

@GronkelAlex Danke für die Antwort.
Ich Versuche es möglichst gut vorher zu planen.

Z-Wave ist die Auswahl schon relativ gering vor allem gegenüber zigbee und z-wave ist ja noch teurer als HMIP

HMIP funkt wie z-wave im 868mhz Netz
Wenn man z-wave nimmt könnte man doch auch direkt HMIP nehmen oder?

HMIP deckt ja zu 98% alles ab der Rest geht über WLAN ja noch oder zigbee oder was anderes

Wenn Fenstersensoren dann richtig find ich.
Wie gesagt die Gartentür sollte nicht als zu erkannt werden wenn die nur zugezogen ist als Beispiel

Das Z-Wave-Angebot ist tatsächlich gar nicht so schlecht, und jetzt gibts von Shelly sogar Z-Wave LR Komponenten.
Teurer als Zigbee? Keine Frage. Aber DEUTLICH weniger störanfällig nach meiner Erfahrung.

Ich habe eine instinktive Abneigung gegen proprietäre Protokolle und/oder Cloud-only Lösungen.
Keine Ahnung ob HMIP dazugehört, hab keine Erfahrung damit.

Um zu wissen ob ein Fenster nur angeleht oder tatsächlich verriegelt ist braucht man wohl einen schlauen Fenstergriff. Der kennt die Position des Griffs, aber mehr auch nicht.
Das ist mir persönlich nicht die 130 € Mehrpreis zu einem guten Fenstersensor wert.

Muss jeder selbst entscheiden.