Ich hatte das gleiche Problem vor 5 Jahren (= dummes altes Haus gekauft) und ich habe den Fehler gemacht mir NICHT vorher zu überlegen was ich alles will.
Jetzt stehe ich da mit knapp 200 verschiedenen Geräten die über 5 Funkstandards angebunden sind.
Ehrlich gesagt läuft das Ganze erfreulich stressfrei, nur die ca 50 Zigbee-Komponenten machen regelmäßig Zicken.
Genug, dass ich langsam aber sicher alles was Zigbee ist rauswerfe.
Z-Wave ist völlig problemlos.
Bis auf den gelegentlichen Batterietausch gibts da keine Notwendigkeit einzugreifen.
EnOcean hab ich an Bord, weil meine Rolladensteuerung das versteht.
Außerdem hab ich ein paar batterielose schlaue Fenstergriffe von Hoppe die EnOcean können.
Leider scheint EnOcean auszusterben. Jedenfalls sind sowohl meine Rolladenantriebe als auch die Fenstergriffe aus dem Programm verschwunden.
DECT ULE hab ich nur noch weil ich zu faul war die Fritze abzuschaffen.
Derzeit habe ich da noch ein halbes Dutzend Heizkörperthermostate dran, der Rest ist umgestellt auf Z-Wave.
Am WLAN hängen nur ein paar ausgewählte Komponenten, aber da will ich nicht expandieren.
In der Nachbarschaft hat jeder und sein Hund ein oder zwei WLANs und ich muss mich wundern das da überhaupt was geht.
Das 2.4-GHz-Band ist eh schon überlaufen (WLAN, Zigbee, Bluetooth) …
Meine ersten Experimente gingen los mit einem Raspi4, aber der wurde schnell zu klein.
Mittlerweile werkelt da ein ODroid N2+, sein Zwillingsbruder liegt für den Knallfall in der Schublade.
Wichtig: auf KEINEN FALL auf SD-Karten verlassen. Die sterben schnell und spektakulär. Die eMMC-Karte war eine gute Investition.
Rückblickend würde ich Einiges anders machen.
Zunächst läge mein Fokus darauf möglichst viel mit Z-Wave zu machen.
Die Dinger sind wie gesagt völlig problemlos.
Außerdem operieren die im Sub-GHz-Bereich, das bedeutet weniger Konkurrenz, bessere Reichweite und Durchdringung.
Richtig erkannt: Smart Home ist nur dann Smart wenn die Basics auch noch funktionieren wenn der Server mal ausfällt.
Und eine Automatik die man nicht abschalten kann taugt nichts.
Ich denke da an einen Kumpel, der sich im Garten auf der Liege gesonnt hat bis die Automatik alle Rolläden geschlossen und ihn so ausgesperrt hat.
Was die Optik angeht:
Fenstersensoren sind keine Schönheiten, das ist wahr.
Schlaue Fenstergriffen sind aber unverschämt teuer.
Dafür bin ich zu geizig. Außerdem dauert es nicht lang und die Sensoren fallen gar nicht mehr auf.
Tipp: achte auf Sensoren die mit AA/AAA-Batterien bestückt werden können. Die sind ne ganze Ecke billiger und umweltfreundlicher als Knopfzellen, und man kann stellenweise sogar Akkus verwenden.
Bei Lichtschaltern habe ich mich für Technisat’s Z-Wave Unterputz-Einsätze entschieden. Die gibts kompatibel zu den 55-mm-Schalterprogrammen von Gira, Merten und Busch-Jäger, d.h. die verwenden die Original-Einbaurahmen und Schalterwippen.
Die Ausführung ist zwar nicht der Hit (Montageplatte aus Kunststoff, keine Klemmbefestigung) und die Software auch nicht, aber sie erfüllen ihren Zweck klaglos.
Logic Group’s Matrix 55 EU (auch Z-Wave, heißt jetzt glaube ich anders) ist ein 4-fach-Taster mit individuell RGB-beleuchtbaren Tasten und passt ebenfalls perfekt zu Gira 55.