AC Speicher → Solar Speicher irgendwo in eine Steckdose. Balkonkraftwerk-Wechselrichter irgendwo anders in eine Steckdose. Und dann diese eine Frage: Wie “reden” die beiden miteinander, wenn der Speicher komplett blind im Keller steht?
Cloud? Klar ginge… aber Cloud-Befehle brauchen Zeit, verlassen mein Haus – und genau das will ich nicht.
Ich teste gerade den Marstek Venus E (5,1 kWh). Hinweis, technisch ist das Werbung da ein Sponsoring von Marstek. Ich wollte knallhart wissen: Geht das Ding wirklich 100% lokal – und zwar so, dass ich in Home Assistant nicht nur Werte sehe, sondern auch in Echtzeit steuern kann? (Stichwort: Nulleinspeisung / saubere Regelung alle paar Sekunden.)
Challenge 1: Komplett in Home Assistant auslesen
Das ging überraschend einfach – über die lokale API mit der Integration.
Aber:
Es war nicht 100% stabil. Ab und zu war die Integration “unavailable” bzw. Updates kamen nicht sauber rein. Nicht dramatisch – aber wenn du auf „live“ Daten baust, nervt’s halt.
Fazit: super schnell eingerichtet, aber manchmal zickig.
Challenge 2: Steuern via Shelly Smart Meter (lokal, ohne Internet)
Das war mein Realitäts-Test:
Kann der Speicher ohne Internet weiter regeln, wenn ich ihm die Cloud wegnehme?
Antwort: Ja. Mehrfach getestet.
Shelly liefert lokal die Werte → Venus E regelt im Eigenverbrauch/CT-Modus weiter.
Die App ist dann zwar tot bzw. “offline”, aber das System selbst läuft.
Fazit: Shelly + Venus E = lokal steuerbar, auch ohne Internet.
Wenn du einen Shelly einsetzen kannst: solide Lösung.
Challenge 3: Steuern nur über Home Assistant (für alle ohne Shelly)
Jetzt wird’s spannend für alle, die keinen Shelly installieren können/wollen (Mietwohnung, Zählerkasten tabu, kein Platz, kein Elektriker-Bock):
Ja – du kannst den Venus E komplett über Home Assistant steuern.
Mein Gewinner dafür: Modbus TCP über LAN (Port 502).
Das Ding reagiert richtig schnell. Live getestet:
0 → 800W laden/entladen in ~3–5 Sekunden.
Das ist genau die Liga, die du für Überschussladen oder Null-Einspeisung brauchst.
ABER (wichtig):
Du musst ein paar Schalter/Modi sauber setzen, sonst passiert erstmal… nichts:
Modbus-Steuerung aktivieren
den richtigen Force Mode setzen (laden / entladen / standby)
Limits korrekt setzen (Deutschland: 800W Einspeisung)
Das ist bei manchen anderen Akkus „idiotensicherer“, weil du da einen Regler hast und fertig. Hier musst du einmal verstehen, welcher Modus gerade gewinnt. Wenn das sitzt: läuft’s richtig gut.
Ins Dashboard kann man die kwH Sensoren nutzen, das geht wenn man mit Shelly arbeitet also den Automatik Modus. Wenn man es manuell steuert, muss man über Rieman Integration sich selbst es berechnen. Den Template poste ich die Tage auf meinem Blog
Hier gehts zum Ausführlichen Video, wie ich es mit Home Assistant steuer.
→ https://youtu.be/bFsq0se9hMI
Hat von euch jemand Langzeit Erfahrung mit dem Speicher?
Und eher Team Shelly Steuerung oder Team Stromzähler mit IR Lesekopf?
