PV-Akku erst mittags laden – aber nicht einfach nach Uhrzeit
Viele PV-Speicher beginnen morgens direkt mit dem Laden. Das klingt zunächst sinnvoll, hat aber einen Nachteil: An guten Sonnentagen ist der Akku oft schon voll, bevor die höchste PV-Leistung anliegt. Genau dann geht die komplette Mittagsspitze ins Netz.
Eine feste Ladepause bis 12 oder 13 Uhr ist allerdings auch keine besonders intelligente Lösung. Ist der Vormittag sonnig und der Nachmittag bewölkt, wird der Speicher unter Umständen nicht mehr voll.
Deshalb habe ich in Home Assistant eine prognosebasierte Lösung umgesetzt:
-
Der aktuelle Ladezustand des Akkus wird berücksichtigt.
-
Eine Solcast-Prognose liefert die erwartete PV-Leistung in 30-Minuten-Zeitfenstern.
-
Die ertragreichsten Zeitfenster werden bevorzugt für die Akkuladung genutzt.
-
Home Assistant berechnet daraus jeden Tag neu, wann das Laden beginnen muss.
-
Bei schlechteren Aussichten startet der Akku früher, bei sehr guten Bedingungen später.
Im Video zeige ich die komplette Einrichtung mit Prognose, Template, Helfer und den benötigten Automatisierungen. Außerdem geht es um eine wichtige Einschränkung: Eine reduzierte Einspeisespitze am eigenen Haus ist nicht automatisch der Beweis, dass das lokale Stromnetz genau in diesem Moment entlastet werden muss.
Trotzdem finde ich den Ansatz spannend: Statt den Speicher nur auf maximalen Eigenverbrauch zu optimieren, bleibt zur typischen PV-Spitze bewusst freie Kapazität vorhanden.
Wie steuert ihr eure Speicher? Direkt laden, feste Zeitfenster, dynamischer Strompreis oder ebenfalls über eine PV-Prognose?