Raspberry Pi 5 + NVMe: Home Assistant nach einigen Tagen komplett nicht erreichbar, trotz WireGuard und FRITZ!Box-Verbindung

Hallo zusammen,

wir haben seit einiger Zeit ein wiederkehrendes Erreichbarkeitsproblem mit unserem Home-Assistant-System und kommen bei der Ursachenfindung nicht weiter. Vielleicht hat jemand ein ähnliches Verhalten schon gesehen oder eine Idee, wo wir noch suchen sollten.

Hardware / Aufbau

  • Raspberry Pi 5

  • Home Assistant OS

  • 512-GB-NVMe/M.2-SSD

  • passives Metallgehäuse

  • FRITZ!Box 7510

  • KNX-Anbindung

  • Fernzugriff aktuell über WireGuard direkt auf der FRITZ!Box

  • Bubble Card für das Dashboard

Vorgeschichte

Ursprünglich hatten wir im Netzwerk noch einen ungefähr 25 Jahre alten Fast-Ethernet-Switch. Da Home Assistant immer wieder nach einigen Tagen nicht mehr erreichbar war, hatten wir diesen alten Switch als mögliche Ursache im Verdacht.

Zusätzlich hatten wir für den Fernzugriff zunächst Tailscale installiert. Auch damit war Home Assistant jeweils einige Tage erreichbar und dann plötzlich nicht mehr.

Wir konnten damals nicht ausschließen, dass Tailscale bzw. dessen Netzwerkpfad eine Rolle spielt.

Gleichzeitig gab es weitere Probleme mit Home Assistant, insbesondere mit dem Studio Code Server Add-on. Studio Code Server bzw. der Zugriff über Ingress funktionierte zeitweise nicht mehr richtig, ließ sich nicht sauber öffnen oder zeigte nur eine weiße bzw. nicht ladende Seite.

Deshalb haben wir schließlich die NVMe-SSD komplett neu geflasht und Home Assistant OS frisch neu eingerichtet.

Bei dieser Neuinstallation haben wir:

  • Tailscale nicht mehr verwendet

  • den alten Fast-Ethernet-Switch aus dem Datenweg entfernt

  • den Fernzugriff auf WireGuard direkt über die FRITZ!Box umgestellt

Zeitlicher Ablauf

Am 09.09.2026 wurde die NVMe-SSD komplett neu geflasht und Home Assistant frisch eingerichtet.

Seit diesem Neuaufsetzen lief Home Assistant durchgehend stabil und war bis gestern problemlos erreichbar.

Am 15.09.2026, noch vor der Einrichtung bzw. Bearbeitung der Bubble Card, habe ich das in Home Assistant angebotene aktuelle Core-Update aus der 2026.9.x-Reihe installiert.

Die genaue Patch-Version können wir momentan leider nicht mehr nachsehen, weil Home Assistant aktuell nicht erreichbar ist.

Nach dem Core-Update funktionierte Home Assistant zunächst weiter. Anschließend haben wir noch an der Bubble-Card-/YAML-Konfiguration gearbeitet.

Auch danach war Home Assistant noch erreichbar und lief über Nacht.

Am Morgen des 16.09.2026 war Home Assistant plötzlich wieder komplett nicht mehr erreichbar.

Aktueller Zustand

Interessant ist, dass es diesmal etwas anders aussieht als bei den früheren Ausfällen:

  • WireGuard funktioniert weiterhin.

  • Die FRITZ!Box ist über WireGuard problemlos erreichbar.

  • Die FRITZ!Box zeigt den Raspberry Pi/Home Assistant weiterhin als online bzw. verbunden an.

  • Home Assistant selbst ist jedoch komplett nicht erreichbar.

Getestet wurden:

http://192.168.178.161

http://192.168.178.161:8123

http://192.168.178.161:4357

Keine dieser Adressen ist erreichbar.

Auch die Home-Assistant-iOS-App meldet:

NSURLErrorDomain

Code -1004

sinngemäß: Verbindung zum Server konnte nicht hergestellt werden.

Die App versucht aktuell:

http://192.168.178.161/?external_auth=1

Diese Adresse ohne Port wurde bei uns bereits vorher so verwendet und hat bis zu diesem Ausfall funktioniert.

Das wiederkehrende Muster

Das Auffällige ist für uns:

Früher mit Tailscale:

Home Assistant läuft einige Tage → plötzlich nicht mehr erreichbar.

Danach:

Tailscale entfernt → SSD komplett neu geflasht → alten Fast-Ethernet-Switch entfernt → WireGuard direkt über FRITZ!Box eingerichtet.

Anschließend:

Home Assistant läuft seit dem 09.09. mehrere Tage stabil → Core-Update am 15.09. → noch einige Stunden bzw. über Nacht erreichbar → am 16.09. plötzlich wieder kompletter Ausfall.

Deshalb glauben wir inzwischen nicht mehr, dass Tailscale oder der alte Switch allein die Ursache gewesen sein können.

Auffällig ist natürlich die zeitliche Nähe zum letzten Core-Update, wir möchten aber nicht vorschnell davon ausgehen, dass das Update tatsächlich die Ursache ist.

Unsere Fragen

  1. Hat jemand ein ähnliches Verhalten mit Raspberry Pi 5 + NVMe + Home Assistant OS erlebt, bei dem Home Assistant nach einigen Tagen komplett nicht mehr erreichbar ist?

  2. Kann HAOS, Supervisor oder der Netzwerkstack so hängen, dass der Raspberry Pi in der FRITZ!Box weiterhin als online angezeigt wird, aber weder Home Assistant noch der Observer auf Port 4357 reagieren?

  3. Gibt es aktuell bekannte Probleme in der 2026.9.x-Core-Reihe, bei denen es nach einem Update zu solchen Ausfällen kommt?

  4. Könnte die NVMe-/PCIe-Anbindung, die SSD selbst oder die Stromversorgung des Raspberry Pi 5 so ein Verhalten verursachen?

  5. Welche Logs sollten wir direkt nach einem Neustart sichern, damit man einen späteren Ausfall noch nachvollziehen kann?

  6. Welche Sensoren bzw. Überwachungen würdet ihr empfehlen, um CPU, RAM, NVMe/SSD, Netzwerk und HAOS bis unmittelbar vor einem solchen Ausfall mitzuschreiben?

  7. Gibt es eine Möglichkeit, einen vom Home-Assistant-Core unabhängigen Wartungszugang einzurichten, damit wir bei einem Totalausfall nicht jedes Mal physisch am Raspberry Pi neu starten müssen?

Momentan haben wir leider keinen lokalen Konsolenzugriff. Vor Ort kann lediglich jemand den Raspberry Pi neu starten.

Unser Ziel ist nicht nur, Home Assistant jetzt wieder ans Laufen zu bekommen, sondern die Ursache sauber zu finden. Das System soll dauerhaft für Haussteuerung/KNX eingesetzt werden, deshalb wäre ein sporadischer kompletter Ausfall für uns problematisch.

Vielen Dank für jeden Hinweis.

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Mein erster Impuls wäre die Spannungsversorgung.

Ich hatte auch mal ein wackeliges Netzwerk mit unregelmäßigen Ausfällen aller Art.

Ein elektrophiler Freund hat sich das mal kurz angesehen und meinte:

DAS DA ist kein Netzteil und DAS DA auch nicht. Das sind Ladegeräte.
Die taugen nichts wenn man dauerhaft 5 Volt will.

Kauf Dir gescheite Netzteile mit etwas Leistungsreserve, erde alles was Strom braucht (Stichwort „Gleichtaktstörungen“) und alles ist gut.

Da hab ich gescheite Netzteile mit Leistungsreserve gekauft, alles was Strom braucht ordentlich geerdet und alles war gut.

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Servus @Rockstone und herzlich Willkommen on Board!

Ich hatte genau so ein System per Tailscale über mehrere Monate laufen. Kein einziges Mal ein Problem. Hab dann auf einen Mini-PC NUC 100 gewechselt, weil Leistungsstärker. Tailscale blieb.

Eine Möglichkeit wäre auch ein Hardwaredefekt am Rasp5. Durch den Wechsel des Switches kann ich die restliche Peripherie eigentlich ausschließen.

Wenn du die Möglichkeit hast ein anderes Gerät zu testen, dann wissen wir, obs am Rasp liegt, oder nicht.

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Ich kann den „ersten Impuls“ von @GronkelAlex bestätigen.
Aus eigener Erfahrung mit 2 Raspberry PI Anwendungen weiß ich, dass die Spannungsversorgung extrem wichtig ist.
Dort hatte ich 5V-Netzteile mit relativ dünnen Leitungen im Einsatz und regelmäßig Ausfälle.
Nachdem ich Original Raspi-Netzteile mit 5,1V / 5A und ordentlichen Leitungen verwende, sind die Probleme nicht mehr aufgetreten.

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Ja, nimm einen Shelly Plug S. Den kannst du Remote an und aus schalten. Dafür stehen dir zwei unkomplizierte Wege zur Verfügung. Entweder du benutzt die Shelly Cloud über die Shelly App oder du benutzt den m.M.n besseren Weg und lässt den Shelly nur im lokalen Netzwerk über das Webinterface laufen. Da du Wireguard bereits eingerichtet hast, kommst ja auch remote auf dein lokales Netzwerk und damit auf den Shelly.

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Ich tippe auch auf Spannungsversorgung :wink:
Welches Netzteil verwendest du?

Was bisher noch nicht erwähnt wurde: ist der Bootloader schon einmal upgedatet worden?

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Erstmal willkommen im Forum :waving_hand::heart_hands:
Und Respekt für die Fehlerbeschreibung :grinning_face_with_smiling_eyes:
Wenn jeder ein Problem so sauber mit Verlauf, Änderungen und Tests dokumentieren würde, hätten wir es hier deutlich leichter.
Bin echt gespannt, was am Ende die Ursache ist.
Halt uns unbedingt auf dem Laufenden :+1: