Ich habe bei mir zuhause mal einen ziemlich simplen, aber aus meiner Sicht wichtigen Test gemacht:
Was funktioniert im Smarthome eigentlich noch, wenn das Internet weg ist?
Also nicht theoretisch, sondern ganz praktisch: Glasfaser raus, Systeme weiterlaufen lassen und dann durchprobiert.
Spannend fand ich dabei vor allem, dass man sehr schnell merkt, wie groß der Unterschied ist zwischen:
Gerade wenn man Home Assistant, Hersteller-Apps, Bridges, Gateways und klassische Smarthome-Systeme mischt, wird das Thema aus meiner Sicht schnell unterschätzt.
Um sein Smarthome von Anfang möglichst “resilient” aufsetzen zu können, muss man mitunter schon bei Kauf beachten, wie die Anbindung der Geräte umgesetzt ist:
- Reine Cloudzwang-Anbindung
- Mit Open Source-Plugins, z.B. für Home Assistant
- Lokale Anbindung durch eigene Bridges
Ich habe ein Video dazu gemacht und wirklich mal alle Stationen durchlaufen und getestet.
Ich gehe unter anderem ein auf:
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woran man schon vor dem Kauf erkennt, wie abhängig ein Gerät wirklich ist
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warum lokale Anbindung für Datenschutz und Ausfallsicherheit wichtig ist
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warum man trotz lokaler Lösungen nie komplett unabhängig vom Hersteller ist
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und welche Möglichkeiten es gibt, das „Nach-Hause-Telefonieren“ von Geräten zumindest einzuschränken
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Checkliste für den Gerätekauf
Vielleicht ist das ja für den einen oder anderen hier interessant, gerade wenn ihr euer Setup möglichst robust aufbauen wollt.
https://youtu.be/iZkXwkszN6A
Mich würde auch interessieren:
Habt ihr bei euch schon mal bewusst getestet, was ohne Internet noch läuft – und was nicht?
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Coole Idee und schöne Umsetzung 
Zu dem „Twist“ am Ende: Da würde ich einfach empfehlen, vorallem auf Zigbee-Geräte oder andere Geräte mit offenem Standard zu setzen.
Solche ZIgbee-Geräte brauchen dann nie Updates und funken einfach lokal direkt zum Hub/ Home Assistant. Die kann man dann so lange man Lust hat betreieben und ist überhaupt nicht abhängig von irgendjemanden.
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Alle wirklich wichtigen Dinge und auch andere funktionieren bei mir ohne Internet:
- Zigbee basierte Geräte (>200): Steckdosen, Fenster/Tür-Sensoren, Vibrationssensoren, Lichter, Temperatursensoren, Bewässerung, …
- Rollladensteuerung
- Haustürschloss, -klingel und -kamera
- PV-Anlage (Modbus)
- „weiße Ware“
Außerhalb von Home-Assistant:
Siris, Alexas, Nests, … sind hier nicht!

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Ich achte von Beginn an darauf nicht irgendein „Datenschatz“ für ein Unternehmen zu sein. Es gilt der Grundsatz, „Wenn es nichts kostet, bist du das Produkt!“.
Wobei Smart-Home-Artikel ja schon genug kosten 
Das hindert ein Unternehmen ja nicht daran den Mehrwert deiner Daten zu erkennen und zu nutzen. Was meinst du warum Festplatten teuer geworden sind? Der Markt regelt den Preis, die Kapazitäten werden benötigt um Seen von Daten zu sammeln. Big Data ist längst zu Bigger Data geworden. Wissen ist Macht…
Das ist schon klar. War auch eher lustig gemeint xD
Den Bezug zu den Festplatten kann ich aber beim besten Willen nicht herstellen. Ich bezweifle, dass „Daten sammeln“ viel Rechenleistung benötigt. Das sind ja einfach die allgemeinen Server für Cloudcomputing und AI.
Daten zu Sammeln und Daten Speichern zu müssen, geht miteinander einher. Aktuell sind wir in einer Phase in der wesentlich mehr Daten gesammelt als verarbeitet werden. Der Verweis auf den leergekauften Festplattenmarkt, ist ein Indiz für die Sammelwut der Unternehmen, die Speicherplatz in einem nie dagewesenen Ausmaß benötigen. Jeder der Cloudabhängig ist, sollte sich dessen zumindest bewusst sein. Und es geht um weit mehr als ein paar Bewegungsprofile und wer mit wem interagiert, dafür bräuchte man nicht diese Kapazitäten.
Lange Rede, kurzer Sinn: Lokal ist, aus sehr viel Gründen, besser.