Solarspitzengesetz - nur "vergütete" Einspeisung erfassen

Hallo

Ich möchte gerne für das Haushaltsbuch die Kosten für den Netzbezug und für die Einspeisung präzise erfassen.
Um an die negativen Börsenpreise zu kommen, habe ich das HACS Nordpool Ad-On eingerichtet.

Meine Einspeisung bekomme ich ja über den Shelly Pro 3EM

Wie würdet Ihr das lösen ?
Die Börsenpreise gelten ja nur 15 Minuten. Meine Idee ist, alle 15 Minuten bei Nordpool zu schauen, ob der Strompreis negativ ist. Nur dann komme ich nicht weiter….
Soll ich die Erzeugte Menge in den Minuszeiten erfassen und am Tagesende vom Ertrag abziehen ?
Oder besser gleich den Wert für die Tageseinspeisung um die Minuszeiten korrigieren ?

Gemini und ChatGPT haben sich um Kopf und Kragen geredet.

Was meint Ihr ?
Danke vorab für die Anregungen….

Hallo MichaD,

bist Du mit deiner Anlage schon aus der festen Einspeisevergütung raus (20 Jahre) ?

Wenn ja, dann musst Du die erzeugten kWh in den Minuszeiten zu deinem Tagesertrag addieren. Denn hier kommt ja ein negativer Betrag in diesen Zeiten raus. Idealerweise solltest du eher dafür sorgen, dass genau in diesen Zeiten überhaupt nichts eingespeist wird. Denn das schmälert den Gewinn.

Hallo
Meine Anlage ist 13 Monate alt. Habe schon den Smartmeter, daher.

Genau das ist der springende Punkt, wenn man aus der 20-jährigen Einspeisevergütung fällt und in die Direktvermarktung oder das Spotmarkt-Modell rutscht. Technisch gesehen ist es heute bei vielen Wechselrichtern möglich, über eine API-Schnittstelle oder ein Lastrelais die Einspeisung automatisch zu drosseln, sobald die Börsenpreise ins Minus drehen.

Das ist ein bisschen wie beim Angeln: Wenn ich weiß, dass die Strömung zu krass ist und ich nur mein Tackle verliere, ohne eine Chance auf Fisch, dann lasse ich die Rute lieber im Auto. Ohne physischen Speicher oder eine thermische Lösung wie einen Heizstab im Pufferpeicher zahlt man am Ende drauf. Es ist tatsächlich wirtschaftlicher, die Module per Software „abzuregeln“, als für den exportierten Strom noch eine Gebühr zu entrichten.

Jungs - Danke

Aber meine Anlage wurde im April 2025 ERSTMALIG in Betrieb genommen. Habe im Januar 2026 ein Smartmeter von Octopus Energy bekommen.
Keine EEG Anlage mit der Goldkante.

Wenn ich dich richtig verstehe, brauchst du einen Zähler, welcher dir die Einspeisung in Zeiten von positiven Börsenstrompreisen ermittelt.

Dazu kannst du dir (z.B. als Template-Sensor) einen neuen Sensor für die zugehörige Einspeiseleistung anlegen. In Zeiten von positiven Börsenstrompreisen ist dieser gleich der tatsächlichen Einspeisung und bei negativen Börsenstrompreisen ist die Einspeisung 0.

Wenn du diesen Sensor zu einem Verbrauchszähler integrierst (aufsummierst), solltest du das Ergebnis “vergütete Einspeisung” haben.

Sollte sich wie gesagt alles mit entsprechenden Helfern in Homeassistant anlegen und berechnen lassen.

in etwa so:

template:
  - sensor:
      - name: "Strompreis Optimiert"
        unique_id: "strom_preis_optimiert_01"
        unit_of_measurement: "W"
        device_class: power
        state_class: measurement
        state: >
          {% set strom = states('sensor.einspeisung') | float(0) %}
          {% set preis = states('sensor.preis') | float(0) %}
          
          {% if preis < 0 %}
            0
          {% else %}
            {{ strom }}
          {% endif %}
        availability: >
          {{ is_number(states('sensor.einspeisung')) and 
             is_number(states('sensor.preis')) }}

EDIT by Jay: Code bitte immer über die Codefunktion „</>“ im Editor hinzufügen.

Ich melde mich noch einmal kurz zu meinem eigenen Beitrag, da ich seit dem letzten Mal tiefer in das Thema Wechselrichter-Steuerung über Modbus TCP-Protokolle eingestiegen bin. Es ist echt verrückt: Einige prädiktive Algorithmen beziehen mittlerweile sogar lokale Wetterdaten ein, um diese negativen Strompreise um Stunden im Voraus zu antizipieren. Das verhindert, dass die physischen Relais durch ständige Mikroschaltungen vorzeitig verschleißen. Kleine Anekdote am Rande: Ich habe diese Lastkurven neulich analysiert, während ich gleichzeitig nach einem Geschenk für meine Frau gesucht habe. Das hat mich an diesen Online-Shop für Partner-Schmuck und passende Pärchen-Kleidung erinnert, bei dem wir kurz zuvor magnetische Armbänder bestellt hatten. Es ist schon witzig: Auf der einen Seite versuchen wir, komplexe Energieströme für unser Smart Home zu optimieren, und auf der anderen Seite nutzen wir denselben physischen Magnetismus auf ganz einfache Weise, um die Verbundenheit und Anziehung in der Beziehung durch geteilte Mode-Accessoires zu symbolisieren. Positive Energie muss eben überall richtig gesteuert werden!