Tester gesucht: HA Analyst – Home Assistant verstehen statt nur anzeigen

Moin zusammen,

ich werkle derzeit an einem eigenen Projekt für Home Assistant und bin inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem ich bewusst einige wenige fremde Home-Assistant-Installationen für einen kontrollierten Betatest suche.

Die Idee dahinter:

Home Assistant sammelt, integriert und steuert.
HA Analyst versucht, aus diesen Daten Zusammenhänge und verständliche Informationen über das Haus zu machen.

Der Analyst soll Home Assistant ausdrücklich nicht ersetzen und auch keine zweite Geräteplattform werden.

Er setzt eine Ebene darüber an.

Statt nur einzelne Entities und Sensorwerte zu betrachten, versucht HA Analyst, daraus eine fachliche Sicht aufzubauen: Welche Geräte und Zustände gehören zusammen? Was passiert in einem Raum? Welche Bereiche sind auffällig? Gibt es Zusammenhänge zwischen Öffnungen, Klima, Heizung, Energie oder Systemzuständen?

Ein erster Eindruck

Der Analyst strukturiert vorhandene Home-Assistant-Daten automatisch in Bereiche und fachliche Domänen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Klima und Heizung

  • Fenster, Türen und andere Öffnungen

  • Licht und Beschattung

  • Medien

  • Energie und Wasser

  • Systemzustand und Diagnose

  • Geräte-/Integrationszusammenhänge

Dabei soll möglichst wenig davon abhängen, wie jemand seine Entities individuell benannt hat.

Diagnose gehört ebenfalls dazu

Ein wichtiger Bestandteil ist für mich nicht nur die Darstellung, sondern auch die Frage:

Kann das System erklären, ob es selbst sauber funktioniert?

HA Analyst enthält deshalb unter anderem Readiness-Prüfungen, einen Runtime-Selbsttest und ein Diagnosepaket für reproduzierbare Fehlerberichte.

Wo steht das Projekt?

Der aktuelle Stand läuft bereits als vorgebautes Native-/Multi-Arch-System auf amd64 und aarch64.

Auf meinem eigenen realen Home-Assistant-System wurden inzwischen unter anderem Installation und Update, Dashboard, Einstellungen, Backup/Restore, Lizenzimport, Native-Runtime, sauberer Shutdown und der vollständige Runtime-Selbsttest erfolgreich geprüft.

Der Punkt, den ich jetzt nicht mehr allein testen kann, ist die Portabilität.

Genau dafür suche ich einige Tester

Mich interessieren Systeme, die anders aussehen als meines:

  • andere Hersteller

  • andere Entity-Namen

  • andere Raumstrukturen

  • Zigbee2MQTT oder ZHA

  • Matter/Thread

  • MQTT

  • ESPHome

  • Shelly

  • Tasmota

  • Bluetooth

  • unterschiedliche Größenordnungen

  • amd64 und aarch64

Ich suche dabei ausdrücklich keine möglichst große Zahl von Installationen.

Für diese Phase möchte ich nur einige bewusst ausgewählte Systeme testen und die Ergebnisse zunächst konsolidieren.

Was sollte ein Tester mitbringen?

Du solltest Home Assistant aktiv nutzen und grundsätzlich bereit sein, eine zusätzliche Beta-App zu installieren und bei Auffälligkeiten etwas genauer hinzusehen.

Ich brauche dabei keinen SSH-Zugriff, keine Home-Assistant-Zugangsdaten und keine komplette Konfiguration deines Hauses.

Für Fehlerberichte gibt es innerhalb des Analysten einen eigenen Selbsttest und einen datensparsamen Diagnoseweg.

Was möchte ich herausfinden?

Nicht nur:

„Läuft es?“

Sondern vor allem:

„Versteht der Analyst auch ein Haus, das er noch nie gesehen hat?“

Mich interessieren daher genauso Rückmeldungen wie:

  • „Das wurde falsch eingeordnet.“

  • „Diese Information fehlt mir.“

  • „Ich verstehe nicht, warum der Analyst das so bewertet.“

  • „Auf meinem System sieht diese Integration völlig anders aus.“

  • „Diese Darstellung ist für mich unpraktisch.“

  • „Hier hätte ich eine andere Information erwartet.“

Genau solche Rückmeldungen sind für diese Phase wertvoll.

Interesse?

Wenn du grundsätzlich Lust hast, HA Analyst auf deinem System auszuprobieren, melde dich bitte zunächst per PN mit ein paar Eckdaten zu deinem Home Assistant.

Zum Beispiel:

  • verwendete Architektur

  • ungefährer Geräte-/Entity-Umfang

  • Zigbee2MQTT, ZHA, Matter, MQTT usw.

  • besondere Integrationen oder Hersteller

  • ob du eher ein kleines oder sehr umfangreiches System betreibst

Ich wähle daraus einige unterschiedliche Installationen aus.

Installationszugang und Testerunterlagen erhalten anschließend nur die ausgewählten Tester direkt von mir.

Ich suche dabei ausdrücklich keine Leute, die mir bestätigen sollen, dass alles toll ist.

Ich suche Systeme, an denen der Analyst zeigen muss, ob er wirklich portabel ist.

Bis dahin sonnige Grüße aus dem Norden

Grüß dich und willkommen in dieser Gemeinschaft. :+1: :waving_hand:

Schön, dass du dein Projekt jetzt auch hier vorstellst.

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Willkommen! Ich verstehe den Sinn ehrlicherweise nicht so ganz..
Was genau für Zusammenhänge sollte man da finden können? Bezogen auf dein Beispiel mit der Heizung, Klima & Öffnung → Ich denke, da ist der Zusammenhang relativ eindeutig und kann durch HA-Graphen wunderbar dargestellt werden.
Klingt so als wärst du da ganz schön tief drin, aber vielleicht solltest du sowas lieber mal erklären - Ich kann mir vorstellen, dass der lange Text nicht gerade überzeugend wirkt :slight_smile:

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Danke – genau so eine Rückmeldung hilft mir tatsächlich. :slightly_smiling_face:

Du hast recht: Das Heizungs-/Fenster-Beispiel allein ist zu banal erklärt. Natürlich kann ich mir in Home Assistant die entsprechenden Graphen ansehen und den Zusammenhang selbst erkennen.

Die Idee hinter dem Analysten geht einen Schritt weiter. Er soll nicht nur Daten darstellen, sondern Zustände aus verschiedenen Bereichen automatisch zusammenführen, über Zeit vergleichen und daraus verständliche Hinweise ableiten ohne zusätzliche Apps/Hacs zu bedürfen.

Also beispielsweise nicht nur „Fenster offen + Temperatur fällt“, sondern eher: „Dieses Muster tritt regelmäßig auf, gleichzeitig heizt der Raum weiter, es betrifft hauptsächlich diesen Zeitraum und unterscheidet sich vom normalen Verhalten.“
Abgeleitete Hausdarstellungen, die nicht nur sporadische Textentwürfe liefern. “Niemand zuhause. Fenster steht offen. Waschmaschine ist fertig.” Hier soll der Analyst weitestgehend eigenständig ermitteln was wirklich los ist und verständlich offenlegen. Eine Bewertung erstellen, welche Kriterien sicherheitsrelevant sein oder werden könnten. “Es ist niemand daheim und dennoch stehen Fenster in xxx offen. Bei dieser Tageszeit besteht somit die Gefahr das …”

Ein weiterer nicht zu verkennender Punkt ist, dass man sich solche Auswertungen heute häufig selbst zusammenbauen muss – mit Helfern, Templates, Skripten, Automationen, eigenen Sammelsensoren und entsprechend viel individueller Logik.

Genau davon soll der Analyst möglichst viel eigenständig übernehmen. Er schaut sich an, was im jeweiligen Home Assistant überhaupt vorhanden ist, strukturiert diese Informationen und stellt daraus eine einheitliche Auswertungs- und Darstellungsebene bereit. Man soll also nicht erst für jeden Anwendungsfall selbst Sensoren und Logik bauen müssen.

Dazu kommt noch die eigentliche Oberfläche. Die aktuelle Testversion zeigt davon noch nicht das vollständige Zielbild. Parallel arbeite ich bereits in einer VM an einem deutlich stärker strukturierten Dashboard-Konzept, bei dem Hausüberblick, Detailinformationen und später auch Bedienung beziehungsweise tiefergehende Analysen sauber voneinander getrennt werden.

Das Ziel ist am Ende also weniger „noch ein paar Graphen“, sondern eher eine zusätzliche intelligente Ebene über Home Assistant, die möglichst viel von dem automatisiert, was erfahrene Nutzer heute individuell selbst bauen.

Und deinen Punkt mit dem langen Text nehme ich definitiv mit. Ich bin inzwischen so tief im Projekt, dass ich vermutlich zu viel voraussetze.
Dennoch mag ich lange Texte … Hobby 2.0 :grinning_face_with_smiling_eyes:

Ah okay, das hilft schon weiter! Wie funktioniert das aktuell? Durch ML/ klassischer Mustererkennung oder in Kombi mit einem LLM? Mit einem LLM könnte es vielleicht sinnvoll werden, wenn dann auch richtige personalisierte Nachrichten auf dem Dashboard angezeigt werden könnten oder sogar etwas automatisch geschaltet werden

Aktuell ist der Kern bewusst nicht LLM-basiert, sondern arbeitet deterministisch mit klassischer Logik, Klassifizierung, Kontextbildung und Muster-/Zustandsauswertung.

Der Analyst liest also vorhandene HA-Daten, ordnet Geräte/Entities fachlich ein, bildet daraus Bereiche, Domänen, Situationen und Zusammenhänge und bewertet diese nach festen, nachvollziehbaren Regeln. Der Vorteil ist, dass das lokal, reproduzierbar und ohne Cloud-Zwang funktioniert.

Ein LLM sehe ich eher als zusätzliche Ebene obendrauf, nicht als Grundlage. Also z.B. um aus bereits erkannten Situationen verständliche, personalisierte Texte zu machen, Ursachen besser zu erklären oder Rückfragen in natürlicher Sprache zu ermöglichen. Dies wird jedoch erst später Einzug halten. Also dann, wenn die grundsätzlichen Grundlagen anhand unterschiedlicher Zusammensetzungen erfolgreich erkannt werden.

Genau dein Beispiel mit personalisierten Dashboard-Nachrichten ist dabei ziemlich nah an dem, wo es hingehen soll. Der Analyst soll erst sauber feststellen was passiert und warum das relevant ist – und eine KI könnte daraus dann je nach Nutzerkontext eine verständlichere Erklärung formulieren.

Automatisch schalten ist nochmal ein separater Schritt. Aktuell arbeitet der Kern bewusst read-only. Später könnte er aber durchaus Empfehlungen oder konkrete Aktionen an Home Assistant übergeben – nur würde ich sicherheitsrelevante oder weitreichende Aktionen nicht einfach von einem LLM frei entscheiden lassen. Eher: Analyst erkennt die Situation deterministisch → bewertet sie → schlägt eine Aktion vor oder übergibt einen klar begrenzten Befehl an HA.

Also grob: klassischer Analyst-Kern für Erkennung und Bewertung, optional KI für Erklärung, Personalisierung und Interaktion.

Genau deshalb möchte ich den Kern auch so bauen, dass er ohne KI vollständig sinnvoll nutzbar bleibt.