Hallo,
Ich möchte mir ein Balkonkraftwerk zulegen. Ich habe am Haus keine Fassade Richtung Süden. (angebaut an Nachbarhaus) Balkon schaut Richtung Osten, ist aber durch Bäume und Bebauung stark abgeschattet. Im Garten: Da ist im Winter auch viel im Schatten (auch durch das Haus, dass im Süden steht), aber eine Stelle hätte ich an der möglichst viel Sonne auf die Solar-Module treffen sollte und da will ich es hinstellen. (Standort ist in Österreich)
Ich möchte mir einmal anschauen, was das Balkonkraftwerk wirklich liefert, auch natürlich im Jahresverlauf. Daher möchte ich auch am Beginn keinen Speicher dazunehmen.
Sollte ich dann sehen, dass es Zeiten gibt, in denen ich relativ bedeutende Mengen ins Netz einspeise, dann möchte ich einen Speicher hinzunehmen. (Also vor den Wechselrichter setzen.)
Geht das dann erst? Oder muss ein Speicher von Anbeginn vorhanden sein, also wäre der Wunsch-Speicher dann wählbar und zwischenschaltbar?
Dann könnte ich mir vorstellen, den Speicher per Home Assistant zu steuern und bspw. wenn die Waschmaschine Energie zieht, den Speicher anzapfen. (Schon klar, es gehen immer nur 800 Watt ins Hausnetz und es ist daher nur ein Teil des Verbauchs, aber man hätte das Gefühl die selbstproduzierte Energie sinnvoll zu nutzen.) Oder/und zeitlich gesteuert, wenn bekannterweise mehr Verbauch ist.
Speicher kann man nachträglich installieren,man sollte sich aber im Vorfeld einen Anbieter von WR und Speicher aussuchen (zB Growatt o.ä.). Ist aber nicht zwingend,erleichtert aber manches.
Das was du mit der Waschmaschine zB beschreibst,wäre bei Growatt zum Beispiel die “smarte Eigenverbrauchsregelung”. Im Zusammenspiel von Stromzähler-Lesegerät (Everhome) und Noah2000 wird so viel Energie zum Wechselrichter - und damit ins Hausnetz - abgegeben,wie benötigt wird (also immer so,das die Einspeisung ins öffentliche Netz gleich Null ist (bis 800W maximal).Aber Achtung: auch hier funktioniert nicht jedes Stromzähler Lesegerät.
Ohne Speicher anzufangen ist schon Mal der richtige Weg, wenn man nicht genau weiß wie die Ausbeute ist. 2-4 Platten und Wechselrichter rechnet sich immer irgendwann innerhalb der Lebensdauer. Mein BKW habe ich schon lang, und habe erst Ende letzten Jahres um einen Speicher erweitert. Das Thema ‚BKW für Anfänger‘ wird hier auch immer Mal wieder, gerade erst vor kurzem, durchgegangen. Da wurde von mir auch ein Angebot von Bauhaus verlinkt.
@Ronny1978
Ja, an dieser Stelle sollte auch im Winter zumindest mittags Sonne hinkommen. (sofern wettermäßig möglich) Derzeit kommt dort viel Sonne hin, gerade mal am späten Nachmittag Abschattung durch Bäume.
Ich habe aber eben einen ganzen Teil des Gartens, der im Winter gar keine direkte Sonneneinstrahlung abbekommt. Das wäre so die erste Stelle, wo man das hinsetzen würde, dort wäre auch eine Außensteckdose, aber ich weiß, dass es dort im Winter finster ist.
@MiKon38
Mir ist schon klar, dass eine Festlegung auf Markenprodukte sinnvoll ist. Aber gerade bei den derzeitigen Angeboten würde ich eben eher ein billiges Produkt beziehen. Das hat mich erst auf die Idee gebracht. Ja, ich möchte schauen, dass es eine direkte Einbindung in HA ohne Cloud möglich ist. Aber sonst wäre ich einfach dem Preis nachgegangen. Beim Speicher mag das dann vielleicht anders sein, aber da der Standort dennoch nicht optimal ist und ich eben so gar nicht sicher bin, was die Ausbeute betrifft, will ich wirklich sehr günstig bleiben.
@DirtyBird
Module kann man ja auch nachinstallieren. Also wenn ich mit 2 Modulen anfange, kann ich ja dann theoretisch ein drittes oder viertes dazukaufen. Kann man die Anschlusskabel der Module eigentlich verlängern? (weil dann wäre - wenn ich dann mehr Erfahrung mit so einem Teil habe - vielleicht sogar ein zusätzliches Modul am Balkon Richtung Osten sinnvoll, weil da dann schon in der Früh ein wenig Strom reinkommen sollte.) Aber genau diese Erfahrung will ich sammeln.
Das bieten aber nicht alle. Hier musst du dich genau belesen und das auch in den Foren.
Bei uns heißt es: “Wer billig kauft, kauft 2x”
Also wenn ich das so lese, wird es schwierig mit einem Speicher. Im Winter kaum oder wenig Sonne und im Sommer auch nicht den ganzen Tag und viel Verschattung. Bis sich der Speicher richtig lohnt vergeht bestimmt einiges an Zeit.
Am besten fängst du mit einem WR und 2 Modulen an. Und lässt es ein Jahr laufen. Dann hast du den Überblick, kannst erweitern oder/und die Positionen der Module optimieren. Das was zuviel ist, kannst du erfassen und dir dann selbst ein Bild machen, ob sich ein Speicher lohnt.
Kann man, ist aber nicht immer sinnvoll. Wenn du erstmal ausprobieren möchtest, dann kaufe dir zwei Module und zwei getrennte Microwechselrichter. Dann bist du maximal flexibel was die Aufstellorte betrifft.
Über Speicher im Winter würde ich mir keine Gedanken machen, das wird mit einem BKW eher nicht rentabel.
Was ohne Cloud funktioniert hängt von den Herstellern und teilweise auch von den unterschiedlichen Modellen ab. Da wirst du dich belesen müssen.
Ich würde hier Dir auch empfehlen nicht das super billigste zu kaufen, gerade wenn man soviel Schatten hat.
Die neuen Generationen wie Aiko S2+ oder S3 oder SunPro BC haben bessere verschattungs Technik zumindest auf dem Papier. Ein Freund hat sich die Aikos S2+ bestellt mal sehen wie die sind.
Wenn das in einem HA einbinden willst Hoymiles kann da wohl recht viel, da musst hier einfach schauen.
Aufpassen, du kannst nicht einfach jeden Wechselrichter einfach mit Modulen erweitern. Es kommt auf die Anschluss Leistung an nicht jeder MPPT verträgt 2 Module Parallel oder in Reihe . Also wenn du in Zukunft erweitern möchtest dann Kauf gleich ein Wechselrichter der das kann oder rechne damit das du einen neuen Wechselrichter kaufen musst was natürlich die Amortisierung nach hinten verschiebt.
Noch ein Tipp,he ein Anbieter in der Nähe. Die Versandkosten für bei 2 Module sind sehr teuer.
Moin, OpenDTU ist für BKWs ein tolles Projekt und läuft mit vielen WRs wie Hoymiles, TSUN usw. Ich würde mich wahrscheinlich in diese Richtung orientieren. Läuft absolut lokal, kann easy in HA eingebunden werden und bietet zahlreiche Steuerungsmöglichkeiten (z.B.Beschränkung der Leistung).
Wenn du HA schon nutzt, dann schaue dir mal die Card hier an. Damit kannst du in 3D, für deinen Standort die PV Leistung über den Tag verteilt sehen, inklusive der Schatten von Nachbarn oder großen Baumgruppen. Dafür brauchst du dann aber schon eine Sonneneinstrahl Sensor z.B. von der DWD Integration (der hat so einen Sensor dabei).
Ansonsten ist Master sein Link für die Berechnung bzw. Einsicht zum Standort auch eine gute Wahl und hilft sehr sich für seinen Standort einen Überblick zu verschaffen.
Hier mal die Liste mit den Kompatiblen Geräten der OpenDTU finde aber das diese auch schon „älter“ sind die Modele.
Ich würde zur Not etwas mit Shelly basteln um es in den HA oder so einzubinden. Neue WR sind auch eher was für die Module der Zukunft. Frage ist ob alle einen HA oder so besitzen und extra aufsetzen.