Hi, ich habe gerade die Elektriker im Haus die einen neuen Zählerschrank für die PV-Anlage setzen. Das heißt auch, dass irgendwann der Strom weg sein wird. Nun die Frage
Home Assistant auf dem Raspberry Pi geordnet runterfahren oder
Moin,
ich hab da damals nicht dran gedacht, als der Elektriker da war, und er hat einfach „den Stecker“ gezogen…hat meinem NAS und der VM in der HA läuft, nicht geschadet!
Wenn man es vorher weiß, würde ich immer alles sauber Herunterfahren.
Ein Stromausfall ist ärgerlich und theoretisch kann auch das Dateisystem dabei inkonsistent werden, wenn es gerade beim Schreiben unterbrochen wird.
Das kannst Du beim Herunterfahren eigentlich ausschließen.
Auf jeden Fall runterfahren!
Insbesondere, wenn du den Raspi mit einer SD-Karte betreibst.
Du kannst Glück haben, aber ohne Garantie.
Aber auch mit SSD gilt Folgendes bei einem harten Stromausfall:
Beschädigung des Dateisystems
Home Assistant schreibt ständig Daten:
Datenbank home-assistant_v2.db
Logdateien
Recorder-Daten
Einstellungen
Add-on-Daten (z. B. Node-RED, Zigbee2MQTT, Mosquitto)
Wird während eines Schreibvorgangs der Strom weggenommen, kann:
ein Datenbankeintrag beschädigt werden
die SQLite-Datenbank inkonsistent werden
ein Add-on beim nächsten Start Fehler zeigen
Moderne Dateisysteme wie ext4 sind zwar robust und können meist wiederhergestellt werden, aber sie verhindern nicht jede Beschädigung.
Auch wenn die Home-Assistant-Datenbank nur „etwas leidet“ können folgende Effekte auftreten:
sehr langsamer Start von HA
Fehlermeldungen im Log wie:
database disk image is malformed
unable to open database
lange Recorder-Reparaturen
hoher CPU-Verbrauch nach Neustart
Wie ich hier im Forum an anderer Stelle einmal beschrieben habe, hat sich bei Straßenbauarbeiten unsere Netzversorgiung mit einem Feuerwerk verabschiedet.
Das hat der HA-Server, respektive die Installation, bzw. Datenbank nicht überlebt.
Das ist bei einer gesunden Backup-Kultur keine Katastrophe, aber dennoch nicht wünschenswert.
Seitdem habe ich eine USV für den Ha-Server im Einsatz.
Ich habe schon x-mal nicht daran gedacht und konnte keine Fehler finden die darauf zurückzuführen waren.
Aber so etwas muss nicht zwangsläufig gut gehen, deswegen würde ich eindeutig geplant herunterfahren.
Bei einem Pi könnte man auch darüber nachdenken eine Powerbank zu benutzen. Je nach dem was man zur Verfügung hat, halt das so auch einige Stunden.
Für normal sollte man auch den Rpi vorher herunterfahren und nicht ihm einfach das Licht ausknipsen. Habe hier einen Rpi mit Kodi laufen der wenn der TV Strom bekommt eingeschaltet wird und hoch fährt, nur meisten wenn ich den TV ausschalte fahre ich auch den Rpi nicht runter und schalte einfach den Strom ab. Das schon seit einigen Jahren und bis jetzt noch nie ein defekt gewesen und das ganze läuft auf einer SD-Karte. Also problemlos.
Wenn der Raspberry Pi ausschließlich als Kodi-Mediaplayer läuft und nicht grade die Bibliothek aktualisiert wird, ist ein Stromausfall zwar unschön, aber nicht annähernd so kritisch wie bei einem Home-Assistant-System mit vielen Datenbanken und Schreibvorgängen.
Ich hatte vor einiger Zeit mal PLEX auf einem Raspi laufen. Der hat es auch verziehen, wenn die Spannung hart abgeschaltet wurde.
Zurzeit habe ich 3 Raspi am werkeln.
Für meinen „Pseudo“-NAS mit dem OpenMediaVault OS + SSD.
Für OpenCCU mit einer Max-Endurance SD-Card.
Für TouchKio + SSD, um meinen Dashboard-Monitor per HDMI zu befeuern.
Alle haben schon mehrere Stromausfälle schadlos überstanden.
Mir persönlich würde das „Abschießen“ meines HA-Systems wesentlich mehr Schmerzen bereiten, als bei einem Mediaplayer oder sonstigen unkritischen Systemen. Selbst wenn OpenCCU für einige Zeit ausfällt, regeln die Thermostate autark weiter mit dem letzten Sollwert.
Damit wollte ich nur sagen, wenn man dem RPi oft das Licht ausknipst nicht gleich einen Defekt haben müssen. Bei OS wo Datenbanken sind würde ich das nicht des öfteren machen, den da läuft man schnell mal auf die Gefahr das man defekte Daten hat.
Ok, alle Zigbee-Lampen sind an. Die Elektriker schrauben weiter am Zählerschrank der riesig ist und der mich jetzt gezwungen hat einen Kleiderschrank im Kellerflur zu Sperrmüll zu machen. Der HA ist sauber runter gefahren. und ich harre der Dinge die da kommen sollen. Und fange an zu überlegen, wo ich die Klamotten aus dem jetzt nicht mehr vorhandenen Kleiderschrank unterbringe.
Es ist schon nett, beim Verkaufsgerpäch hieß es die Batteriespeichermodule sind etwa so groß wie ein Aktenkoffer. Seit wann haben Aktenkoffer 70cm Länge?
Aber Ok, man muss wohl Opfer bringen wenn man auf PV wechselt, vor allem in einem Altbau der mit wenig Platz gebaut wurde was dann den “120 cm vor dem Schaltschrank” zum Problem macht.
Die Lampen werde an sein weil keine Zigbee Verbindung mehr da ist und dann sich die Lampen automatisch einschalten nach Stromausfall. So was habe ich auch bei so LED Spots mit Zigbee. Wenn man die Zigbee Verbindung wieder hat kann man sie wieder normal schalten.
Das ist bei meinen Zigbee-Leuchtmitteln auch so.
Bei Spannungswiederkehr gehen sie an.
In der Regel lasse ich die physischen Schalter noch in Betrieb, d.h. wenn ich damit die Lampenstromkreise aus- und wieder einschalte wird es hell im Raum.
Das ist eine brauchbare Fallback-Lösung wenn HA oder Zigbee nicht funzt.
Man (Frau ) muss nur lernen, iom Normalbetrieb die Finger vom Schalter zu lassen, aber da ist ein transparenter Klebefilm eine gute Lernhilfe.