3D-Drucker - Beratung bei der Auswahl

Und das ist genau das was sich für mich mit Bambu geändert hat. Ich habe auch in Anno 2014 mit dem Thema angefangen, mit diversen Eigenbau und Kit Druckern, Anet und so, dann später über einen Prusa Mini (was schon eine signifikante Lebensqualitätssteigerung war)… und nun mit dem Bambu P1S ist es soweit: der Drucker selbst ist nicht mehr das Hobby, ich brauche in ihn keine Zeit investieren. Seit Oktober nahezu 100% Erfolgsquote mit Modell aussuchen oder zeichnen - Bambu Studio - Drucker - laufen lassen - fertig. Kein Rumgebastel, keine Kalibrierung, Tuning, Einstellerei - das Ding läuft einfach. Jetzt kann ich zuverlässig Teile für meine ganzen anderen Hobbies drucken, und brauche mich um den Drucker (so gut wie) nicht mehr aktiv kümmern. Muss nicht die richtige oder bevorzugte Variante für alle sein, wenn man Spaß an dem Basteln hat, nur zu - aber wenn es ums Ergebnis geht, da liefert Bambu auf einem ganz neuen Niveau in dem Bereich.

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Sag ich ja, Bambulab ist wie Apple: auspacken - einschalten - läuft.

Ich hab davor einen Creality Ender-3 S1pro gehabt ( glaub so hiess der genau ) - ich hab nach Aufbau erst mal 3 Wochen mit dem Support eMail-Austausch gehabt, weil der beim Zusammenbau im Werk schon verhunzt wurde ( alle Gummirollen zu fest angezogen, das die platt waren ) , das Teil justiert, kalibriert, getestet und wieder von vor begonnen, bis ich das erst obligatorische Benchy drucken konnte - Qualität, ging so.

Der Bambu X1 wurde Samstag mittags um 13:30 von DHL geliefert, um 15 Uhr stand das erste Benchy auf dem Tief, in einer Qualität, die meilenweit über dem des Creality war und in halber Zeit gedruckt.

Ich hab den H2D , kein Zweifel, ein guter Drucker, aber aktuell kommt der an die Druckqualität des X1C noch nicht ran, zudem macht der mir aktuell mechanische Probleme.

Da muss ich dann aber auch sagen, hier ist der Support von Bambulab einzigartig, für das Problem was ich habe ( Filamentschneider ) gibt es eine detailierte Anleitung mit Fotos und Video auf der Wiki-Seite. Das werde ich heute mal komplett durchgehen.

Klar sind 3D-Drucker kein Selbstläufer, auch einen Bambu-Drucker muss man regelmässig warten und reinigen und auch die haben mal verstopfte Extruder oder Düsen, die man dann zerlegen muss oder 5% vor Ende eine 8h Drucks löst sich das Teil von der Druckplatte und ist für die Tonne.

Mein Standpunkt: Ist mein Hobby 3D-Druck, dann bau ich mir den Drucker selber und beschäfite mich mit der Optimierung und Kalibrieung - ist der 3D-Drucker ein Werkzeug um mit Sachen für andere Hobby zu bauen, nehm ich mir nen Bambu oder Prusa, die einfach funktionieren. und baue damit Teil für meine anderen Hobby - bei mir zb. für Slotcar-Racing und Elektronik.
Darüber sollte man vorher nachdenken - wofür will ich nen 3D-Drucker haben

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Moin,
ich habe auch einen Bambu P1S.

Es ist nicht mein erster Drucker. Hatte vorher einen Bettschubser von Anycubic und einen Artillery x1.

Ein Bambu A1 ist ein toller Drucker. Aber schnell zu klein. Und ich persönlich würde mir keinen offenen Drucker mehr kaufen.
Staubt ein und ist mir zu klein. Ein P1S oder X1 sind schon toll. Es sieht aufgeräumt aus und Du hast den Vorteil, dass Du auch Materialien drucken kannst, die nur geschlossen funktionieren.

Früher habe ich auch fast nur PLA (max PETG) gedruckt.
Heute drucke ich fast nur noch CF Material.
In sensationeller Qualität.

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Der A1 ist genau so groß wie der P1S / X1 (256mm^3). Nicht zu verwechseln mit dem A1 Mini, der ist in der Tat kleiner (180mm^3).

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Oh. Da hab ich mich verlesen. Sorry.
Aber die anderenm Hauptgründe (für mich) bleiben.

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Schon cool, aber das wäre mir auf Dauer für die normalen „tägliche“ Drucke zu teuer. In 98% der Fälle kommt bei mir PETG zum Einsatz. Ich habe meinen A1 in einem Schrank zu stehen, dort kommt auch das Filament von oben und nicht von der Seite.

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So teuer ist das nicht.
Schaue Dir mal TINMORRY PETG-CF an.
Das gibts egelmässig im Monat für 17 EUR/Rolle.
Drucke ich mit dem Bambu CF Profil.
Ein total perfektes Material.

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Na gut, PETG-CF ist natürlich nicht so teuer, hatte ich auch schon mal im Einsatz, aber für meine Anwendungen reicht in der Regel PETG aus. PETG-CF ist halt eine Mischung aus PETG und Carbonfaser. Reines CF Filament ist schon echt teuer. Ich baue selten Teile, die große mechanische Belastungen aushalten müssen, daher reicht mir das PETG in der Regel vollkommen aus.

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Nach dem hier schon einige geschrieben haben, möchte ich auch noch was zum Thema sagen.
Einige Fragen solltest du dir selbst stellen:

Wie viel Geld willst du in die Hand nehmen?
Willst du eher Deko oder Funktionsteile drucken?
Hast du technisches Verständnis oder bist du da eher der Typ Volldepp?
Hast du Zeit bzw. ist es dir eher egal ob es in 30 min oder in 2 Stunden fertig ist?
Daraus ergbit sich schon mal eine grobe Richtung in die es gehen soll.

Nicht alles ist Sinnvoll bzw. die Eierlegende Wollmilchsau gibt es noch nicht.
Aktuell sind 2 Hersteller die Marktführer, Prusa und Bambulab, dazu noch einige kleinere Hersteller, fast alle bieten einen guten bis sehr guten Support und haben eine große Community. Und dann gibt es noch sehr gute DIY Drucker mit ebenfalls sehr guter Community, aber eben ohne großen Hersteller Support, nur ist man eben selbst gefragt.

Dann wäre noch die Frage, ob du willst das dein Drucker vom Hersteller abhängig ist (Bambulab) oder dir die Möglichkeit vieles selbst zu machen und die Softwäre OpenSource ist (Prusa) oder das du alles selbst einstellen kannst mit OpenSource (DIY mit Klipper/Mainsail).

Mit dem Selbsterstellen von Vorlagen ist es mit allen Druckern gleich, da kannst verschiedene Programme verwenden, von Openscad (Textbasiert), Tinkercad (sehr einfaches grafisches CAD), FreeCAD (grafisches CAD), Fusion 360 (für Privat kostenlos, professionelles 3D-CAD/CAM) und noch weitere kostenlose und kostenpflichtige Programme.
Dazu gibt es etliche Webseiten mit Druckdateien, teils kostenlos und aber auch gegen Bezahlung. Manchmal werden Dateien zum kauf angeboten, die wo anders kostenlos sind, da wird oftmals kopiert bzw. minimal geändert und als eigenes ausgegeben.

Ich würde dir empfehlen das du mal in den einschlägigen 3D-Drucker Foren bzw. bei bekannten Youtoubern vorbeischaust die nicht nur einen Hersteller bei sich stehen haben.
Auch kann ich dir empfehlen mal beim Chaosdrucker auf Twitch rein zuschauen, wenn der gerade Live Online ist, oder vorherige Streams anschauen (kostenlos) Twitch

Zusammenfassend kann man sagen: Geld, Zeit, Verwendungszweck entscheidet über den passenden Drucker.

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Vielen Dank für die ausführliche Darstellung und Zusammenfassung.
Geld - nicht zu viel, um im Falle von baldigem Desinteresse nicht zu frustriert zu sein, und nicht zu wenig, um Desinteresse durch Frustration zu vermeiden.
Zeit - es soll „sofort“ funktionieren (Frustrationsvermeidung)
Verschwendungszweck :wink: kleine Helfer für die indoor-Anwendung

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Das wird hier schätze ich mal 95% der User nicht verwenden können oder wollen! :wink: Das wir nur ein ganz kleiner Teil sein wie ich der mit OpenSCAD arbeiten will. Es gibt auch von noch Google SketchUp was auch einfach zu bedienen ist.

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@Nicknol Ich empfehle dir als Zeichensoftware ganz klar Fusion360. Bekommt man privat auch kostenlos zur Verfügung gestellt. Ich habe inzwischen echt viele Programme getestet und bin letztlich bei Fusion360 hängen geblieben. Es ist einfach und intuitiv bedienbar. Man kann wirklich easy und schnell aus einer 2D Zeichnung einen 3D Körper erstellen.

Wenn es mal ganz schnell gehen muss und der Körper nicht kompliziert ist, nutze ich auch mal Tinkercad. Das ist ebenfalls kostenlos und kann über den Browser bedient und genutzt werden.

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Dann dürfte für dich wohl ein Bambulab A1 Mini (ein Material/einfarbig) oder A1 Mini Combo (4 farbig/verschiedene Materialien) die beste Option sein.
Läst sich auch gebraucht gut verkaufen.
Ist realtiv günstig, A1 Mini unter 200€ und Combo unter 400€

Frustration wird es bei 3D-Druck immer wieder geben, weil es nicht so funktioniert wie man will, selbst „Profis“ passiert es, das mal was nicht passt.

Mit Zeit meinte ich nicht das es „Sofort“ funktioniert, sondern wie lange du warten kannst/willst bis es fertig gedruckt ist.

Du willst kleine Helfer für die Indoor-Anwendung, dann sollte für dich PETG die beste Option sein. PLA bzw. PLA-Plus könnte evtl. auch gehen je nach Anwendungszweck bzw. mechanisches Beanspruchung.
Für ABS bzw. ASA oder andere technische Filament wird ein Gehäuse empfohlen, da bist du aber in einer höheren Preisklasse.
Der P1S ist dann nochmal 250€ teurer und der X1C noch mal ca. 450€ mehr.

Aber bedenke immer den Handwerkerspruch: Wer billig kauft, kauft zweimal. Deshalb lieber gleich den A1 Mini Combo, oder den P1S mit AMS bzw. AMS2

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Für technische Sachen ist Fusion360 wohl für die meisten das beste Programm. Es erfordert aber eine höhere Einarbeitung, wenn man nicht nur Blöcke und Zylinder machen möchte.

Es ging mir darum aufzuzeigen, welche Möglichkeiten es gibt.

Habe schon Leute gesehen die mit Openscad oder Tinkercad, sehr schnell, sehr aufwendige Objekte erstellt haben. Es kommt immer drauf an wie Intensiv man die Programme nutzt und erlernt.
Aber ja, ich verwende auch Fusion360, da gibt es tausende Youtube Erklärvideos, die alle mögliche Funktionen zeigen.

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ja, das weiß ich :slight_smile: und dazu bin ich hier auch ggf bereit, denn 4-stellig für 'nen Versuch wäre mir zu viel. Und deswegen habe ich jetzt, dank der vielen Hinweise hier, den A1-Combo für 439€ bestellt. Schien mir der beste Kompromiss bislang zu sein, auch wenn sich da ein walled garden / golden cage entwickeln könnte.

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auch @yettiz

vielen Dank für die Hinweise auf die Software, insbesondere Fusion360. Wird mir helfen, sobald ich anfange, selbst so konstruieren. Was vermutlich nicht in den ersten Wochen der Fall sein wird.

Ich habe noch von Open Source Orca gehört …

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Ich verwende auch Fusion 360, daneben auch Onshape in der Free-Version.

Onshape läuft komplett im Browser und kann so auch auf dem Tablet verwendet werden.

Mit „Orca“ ist sicherlich der Orca-Slicer gemeint.
Damit du deine mit Fusion360 erstellten oder heruntergeldatenen Objekte (z.B. von Thingiverse, Cults-3D oder Printables) drucken kannst, musst du sie mit einem Slicer, wie z.B. Orca Slicer, Bambu-Studio für den Druck vorbereiten. Im Slicer stellst du dann das Material, die Temperaturen, Druckgeschwindigkeit usw. ein.

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Beim Slicer würde ich zum Anfang bei Bambu auch eindeutig zum „original“ Bambu Studio raten (und bei einem Prusa Drucker genau so zu PrusaSlicer). Ja, Orca ist nett und kann etwas mehr, aber das gehört für mich zur Kategorie „sollte man erst mit anfangen, wenn man merkt dass man es für etwas Bestimmtes braucht“. Es bringt halt auch Komplexitäten mit sich, wie zB die durch das neulich geschlossene Ökosystem von Bambu fehlende Interoperabilität, die bei Bambu Studio weiterhin erhalten bleibt.

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Vorsicht, der funktioniert mit den neuen Firmware-Updates nicht mehr.
Dann braucht es zusätzlich diese Bambu-Connect Software und die willst du nicht wirklich freiwillig nutzten, nur um deine Daten zum Drucker zu bekommen.

Daher geht kein Weg am BambuStudio vorbei, ausser man will den Drucker im reinen Lan-Only Betrieb nutzen, aber damit verzichtet man auf die Vorteile des Smartphone-App zum Überwachen von extern usw.

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Das ist genau was ich mit der „fehlenden Interoperabilität“ meinte :slight_smile:

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