Homematic ausfallsicher (mit Proxmox Cluster)

Hallo zusammen,

zwecks Ausfallsicherheit habe ich zuhause ein Proxmox-Cluster aufgesetzt.

Mit Zigbee und Matter über Thread geht es problemlos.
Für Zigbee nutze ich einen SLZB-06p7, Thread läuft über einen Border Router (Aqara M3). Also kann ich die VM direkt wechseln weil HA auf „Hub’s/Bridges“ zugreift.
Raspberrymatic läuft über einen USB Stick, direkt an einem der Proxmox PC’s, hier kann der Cluster nicht einfach gewechselt werden.

  • Gibt es eine Option ein Raspberrymatic Modul per LAN einzurichten?
  • Oder gibt es ein HmIP Funkmodul das über LAN erreichbar ist und somit von beiden VM’s (nicht gleichzeitig) genutzt werden kann?
  • Gibt es ggf. einen Gateway oder ähnliches von Homematic, ohne Cloud-Zwang, der einen LAN Zugriff auf das Homematic-Netzwerk (die HmIP Geräte) ermöglicht?

Cloud-Zwang möchte ich vermeiden, es sollte alles lokal funktionieren.

Oder gibt es ein HmIP Funkmodul das über LAN erreichbar ist und somit von beiden VM’s (nicht gleichzeitig) genutzt werden kann?

Es gibt die HB-RF-ETH Platine, die mit einem RPI-RF-Mod betrieben werden kann.
Ob das mit zwei Rasperrymatic Instanzen funktioniert, kann ich nicht sagen.
https://smartkram.de/shop/diy-bausaetze/platine-hb-rf-eth/?srsltid=AfmBOopSRs71SfcUdUVof7gY5LVMo5WpSktlhYfLtWkWSE4o8oQeUIU7

Wäre auch ein LAN zu USB Adapter denkbar?

Beispiel alter Adapter

Aktuelle Alternative

Beide nicht dafür gedacht aber ggf. denkbar in einer RaspMatic?

Alternativ so etwas, bedarf zwar einem kurzen manuellen Eingriff aber ok.

USB „KVM“

Natürlich könnte ich für jeden PC im Cluster einen HmIP USB Stick besorgen aber wüde das so nahtlos umgestellt wenn ein Gerät im Cluster ausfällt?

Ich glaube nicht, dass andere Lösungen funktionieren. Da dürfte es an der nötigen Treiber- und Softwareunterstützung fehlen.

Ein zweiter HMIP USB Stick geht auch nicht, da die Geräte ja nur an einem Stick angelernt werden können.

RaspberryMatic läuft auch auf Proxmox als VM, gibt fertige Images dafür - damit man dann problemlos einen Proxmox-Cluster aufbauen und das HA-fähig machen.

Das Netzwerkmodul für Homematic nutze ich bei mir schon lange, funktioniert super gut, kann ich nur empfehlen.
Praktischerweise läuft das auch mit PoE

RaspberryMatic hatte ich schon lange auf dem 1. Proxmox. Mit dem dafür gedachten Image, direkt von RaspberryMatic.

Mit ist kürzlich bei einem recht großen Stromausfall etwas am Proxmox Rechner schief gegangen. Die USV im Serverschrank hat nur 10 min, der PV-Speicher der innerhalb 2-3 min das Haus versorgen sollte ist nicht angesprungen, warum auch immer.
Die BIOS Batterie war offenbar leer und die VM’s liefen nicht mehr (Virtualisierung im BIOS abgeschalten).
Alles nicht dramatisch aber hat gezeigt das es eine Lücke gibt und die will ich gerade schließen.

Gibt es die HB-RF-ETH Platine auch fertig zusammen gesetzt?
Auf basteln habe ich keinen Bedarf.

Ich sehe keine Kritik, bin bei dir es geht um Austausch und auch mal über den Tellerrand raus blicken. Nur so kommen neue Ideen zustande.

Mal versuchen ob ich es erklären kann. Wird halt bissel länger.
Ich nenne die pve’s mal Cluster 1,2… das macht die Beschreibung vermutlich einfacher.

Proxmox-Cluster 1
VM RaspMatic und HA
LXC Wordpress („Dokumentationsplattform“ in hübsch für die Dame des Hauses :wink:), Paperless, Jellyfin Server (Daten auf NAS, nur Verwaltung)

Proxmox-Cluster 2 (baue ich gerade auf)
VM RaspMatic und HA
LXC Wordpress, Paperless

Proxmox-Cluster 3 (Synology VM)
Dient nur als Quorum, Leistung zu gering
Könnte ich mir als Backup/Notlösung des Cluster 2 vorstellen.
Also sollte Cluster 1 ausfallen und danach noch Cluster 2, nach dem Motto lieber wenig Performance als gar keine :sunglasses:

Die räumliche Trennung ist sekundär. Für ein echtes Cluster macht die natürlich Sinn, es geht mit aber „nur“ darum Ersatzgeräte parat zu haben falls eines nicht mehr will. Insbesondere für meine Frau, sollte ich zwecks Dienst nicht da sein, damit sie kaum etwas bemerkt.
Räumlich getrennt, in der Cloud, sind immer die letzten 5 Backups des Cluster 1, bisher.

Räumlich getrennt wäre professionell gesehen richtig. Mal ein plakatives Beispiel. Brennt es im Haus und alle Cluster gehen verloren sind vermutlich auch mehr als 50% der SmartHome Geräte hinüber und müssen getauscht werden, da sind die Cluster das kleinste Problem.

Ziel:
Sollte ein Rechner „abrauchen“ (LAN Karte, PC selbst,…) soll ein anderer einspringen. Insbesondere auch wenn ich nicht zuhause bin und meine Frau mit dem System alleine ist sollte es, so viel wie möglich, eigenständig „umswitchen“. Falls noch 1-2 Schalter gedrückt werden müssen ist das akzeptabel aber nicht ideal.

Bzgl. Zugangspunkten zum Zigbee Netzwerk, Wechselrichter, Thread (inkl. Matter) sind immer im LAN erreichbare Geräte (nennen wir mal um es einfacher zu machen Bridges) daher könnte hier die VM einfach switchen von einem Cluster auf den anderen. Die HA VM sucht ja nach den Bridges und die sind immer da.
Es existiert sogar ein eigener Unifi Switch für alles was SmartHome Zentralen sind. Exakt das gleiche Gerät liegt im Regal daneben, fertig konfiguriert. Sollte der aktuell laufende defekt sein kann schnell getauscht werden (nicht ideal aber aktuell habe ich keine andere Idee). Und die Kabel umstecken ist ja keine Kunst, Kabel am Port 1 raus und in den neuen Switch in Port 1…

Einzig die RaspMatic auf dem Cluster 1 ist ein Problem. Da diese VM mit dem USB-Stick arbeitet und der nicht bei einem Cluster-Ausfall mitgenommen werden kann. Dafür benötige ich eine Lösung.

Meines Wissens nicht - frag jemanden im Bekanntenkreis der die das Teil zusammen löten kann, soviel ist da nicht dran zu verlöten ( Steckerleistem paar Kondensatoren und ggf. PoE-Modul ), der Rest ist als SMS eh schon bestückt.

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Zufällig bin ich, an mehreren Stellen, auf ein USB over IP Projekt gestoßen.
Für Raspberry PI um einen USB Stick über LAN verfügbar zu machen.

USB/IP
Deutsches Beispiel

Einen Pi 4 habe ich hier ohnehin noch rumliegen.

  • Kennt jemand das Projekt?
  • Wäre das eine Idee?
  • Hat jemand eine Idee wie stabil das wäre?

Das eine SD Karte nicht ewig hält ist klar, da der Pi sonst für nix da wäre könnte ich auch einen USB Stick nutzen als Festplattenersatz (wenn das geht, schon lange nichts mehr mit einem Pi gemacht).

Die Platine HB-RF-ETH wäre aber auch kein Problem. Ein HM Funkmodul liegt hier eh noch ungebraucht rum.

Ich möchte eine langfristige Lösung, welche spielt fast keine Rolle

Das es in Summe das Cluster ist ist klar, hatte ja geschrieben das ich es der Einfachheit so nenne. Ist eben ein Cluster aus 3 Nodes.

Ich hatte mir am Anfang auch überlegt eine Node auszulagern, z.B. bei meinen Eltern. Aber sollte etwas schwerwiegendes am Haus sein das alle Nodes zerstört oder unbrauchbar macht ist das SmartHome Setup vermutlich auch ohnehin nicht mehr zu gebrauchen oder muss neu aufgesetzt werden.

Nebenbei habe ich noch die Backups die online gestellt werden.

Sollte ich auf die HB-RF-ETH Platine umsteigen, reicht ein Backup der RaspMatic zurück zu spielen oder müssten alle Geräte neu angelernt werden?
Immerhin ist es ein neues Funkmodul.

In der Beschreibung taucht RaspMatic gar nicht auf.

Aktuell wird die neue piVCCU Version und debmatic unterstützt

Ist die HB-RF-ETH Platine überhaupt mit RaspMatic kompatibel?

Wenn man von 1. Raspberrymatic Instanz ein Backup macht und diese in der anderen einspielt, kann man auch einen 2. HmIP USB Stick nehmen. Dss funktioniert.
Beide Instanzen dürfen halt nur nicht gleichzeitig laufen.
Das Backup macht man in der Raspberrymatic Oberfläche

Homematic ist aber auch so ausgelegt, dass die Geräte auch autark laufen. Die sind nicht auf eine Verbindung zu Raspberrymatic angewiesen. Da kommt es darauf an was man damit macht ind wie das eingerichtet ist.
zB. eine Heizgruppe mit Heizkörper- und Wanthermostat und Fensterkontakt läuft völlig eigenständig.

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Dann sollte es mit der HB-RF-ETH und dem Funk-Modul ja genau so gehen.
Stick zu Modul tauschen, Backup zurück und es läuft einfach weiter, wäre cool.

Die RaspMatic hat bei mir keinerlei Funktion, ist quasi nur eine Bridge. Es läuft alle über HA, von daher bin ich auch RaspMatic angewiesen.

Idealerweise lässt man doch bei einem Cluster die VM oder die Lxc replizieren. Bei Rasperrymatic reicht es ja alle paar Stunden würde ich behaupten. Dann spart man sich das Backup erstellen und einspielen doch. Rasperrymatic ist bei mir auch noch offen wie ich es am besten mache. Entweder zweiter Stick (wenn es denn funktioniert und ist dann sicher die einfachste Möglichkeit) oder das Lan Modul.

Backup läuft auf den NAS im Netzwerk automatisch.

Wenn ich es richtig verstehe, bin aber nicht sicher, geht es nicht mit einem 2. Stick da die Geräte an einen Stick gebunden sind. Wenn du andere Informationen hast her damit :stuck_out_tongue:, der 2. Stick wäre die billigste und einfachste Lösung.

Nur Ausfallsicheres System hilft aber auch nicht viel wenn die anderen Komponenten nicht mitspielen wie PV Speicher und USV. Da würde ich dort mal ansetzten das dass ausfallsicher läuft!

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Stimmt genau
Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber mein Single-Node Proxmox ist bisher öfters durch Stromausfälle ausgefallen als durch technische Probleme am Server selber - von daher sehr ich bei mir keinen Grund, was zu machen.

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Die USV hat ja sauber funktioniert, nur nicht lange genug. Ein Stromausfall über eine Stunde ist auch ungewöhnlich.

Der PV Speicher wird in 2 Wochen von einem Fronius Techniker geprüft. Termin steht schon.
Es hat ja mal funktioniert, warum jetzt nicht mehr weiß ich nicht.

Wir haben einen Generator der die PV Batterie laden könnte. Hatten wir vor einigen Jahren angeschafft als alle vor Stromausfällen Angst hatten. Das Fronius System hat sogar die Funktion.

Für einen privaten Haushalt gnadenlos überdimensioniert. Aber alle Teile sind eh da.

Wenn man ein PV System hat mit Notstrom so wie es aussieht, dann braucht man doch keine USV! Normal schaltet so eine System in ein paar Millisekunde um ohne das Geräte es überhaupt merken.

Nur eine Menge Hardware zu haben die nur herumsteht und wenn man sie braucht nicht zu 100% funktioniert ist keine Ausfallsicherheit.

Bei Fronius läuft das Notstrom System über eine „Zusatzbox“, welche mit einem Schütz schaltet. 10-60 sec dauert es leider. Daher die kleine USV.
USV ist tatsächlich etwas klein, was damit zu tun hatte das sie einfach die „Anlaufzeit“ von Fronius überbrücken sollte. Kann ja keiner ahnen das es irgen einen Defekt hat.

Naja der Notstrom über PV hatte ja letztes Jahr seinen Dienst getan. Das muss sich jetzt halt jemand ansehen. Ich hatte es einbauen lassen also gehe ich ja auch davon aus es geht :man_shrugging:
Wie gesagt letztes Jahr hatten wir ebenfalls ca 20 min keinen Strom, lief es tadellos.
Also sollte man sich auch darauf verlassen können.

Der Generator steht tatsächlich rum. Ich bin einfach noch nie auf die Idee gekommen ihn zu integrieren. Der Chef der Elektriker der da war um zu sehen wen er schickt und was sie brauchen… kam heute mit dem Vorschlag als er das Teil da stehen gesehen hatte.

Manchmal braucht es eben so einen Vorfall um die Lücken zu sehen :disappointed: